Aberwitzige Preisentwicklung an den Tankstellen (Symbolbild:Imago)
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Keine Entspannung in Sicht: Spritpreise bleiben auf unabsehbare Zeit so hoch

Die von der Bundesregierung verhängte Beschränkung der Spritpreiserhöhungen auf einmal pro Tag um 12 Uhr mittags fügt sich in ihrer absoluten Sinnlosigkeit und Kontraproduktivität nahtlos in alles ein, was die Politik dieses Landes anrichtet. Wie von Anfang an absehbar war, führt dies nicht zu einer Senkung oder wenigstens Stabilität der Preise auf hohem Niveau, sondern nun dazu, dass die Ölkonzerne einfach direkt voll hinlangen, als die Erhöhungen stufenweise über den Tag zu verteilen.

Am Samstagmittag stiegen die Benzin- und Dieselpreise innerhalb weniger Minuten um zehn bis elf Cent zugelegt. Mittlerweile haben sie sich auch so eng angeglichen, dass relativ günstiges Tanken quasi unmöglich ist. Die Dieselpreise stiegen am Samstag von 2,26 Euro auf 2,37 Euro, bei Super-Benzin von 2,12 Euro auf 2,22 Euro, bei E10 von 2,06 Euro auf 2,17 Euro. Kurz darauf wurden sie dann wieder gesenkt. Letztlich pendelte sich der Dieselpreis bei einem Durchschnitt von 2,28 Euro ein, Super lag bei 2,14 und E10 bei 2,08 Euro. Und ein Ende dieses Wahnsinns ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump kündigte am Sonntag an, dass die Preise bis Jahresende auf diesem Niveau bleiben dürften. „Es könnte so sein oder gleichbleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleichbleiben“, sagte er dem Sender “Fox”.

Preise unter 2 Mark “auf absehbare Zeit illusorisch”

Auch der neu berufene deutsche „Wirtschaftsweise“ Gabriel Felbermayr erklärte, Tankpreise von unter zwei Euro seien auf absehbare Zeit „illusorisch“. Bis Ende des Jahres rechnete er nicht damit, dass der Rohölpreis unter die Marke von 80 Dollar pro Barrel sinkt. Ein „neues Gleichgewicht“ werde sich nun auf höherem Niveau einstellen. Nachdem Trump nun auch noch die Blockade der Straße von Hormus durch die US-Marine abgekündigt hat, ist eine Entspannung auf dem Markt endgültig vom Tisch.

„Mehr Entspannung bei den Spritpreisen wird es jetzt erst mal nicht geben“, sagte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Zwar seien die Marktpreise zuletzt etwas gesunken, „aber das war es dann wohl auch mit der Entspannung“. Der ADAC beobachtet bereits einen weiteren Preisanstieg. Von der Bundesregierung ist natürlich auch hier keine effektive Abhilfe zu erwarten. Der Staat kassiert durch die unsinnigen Klima- und sonstigen Steuern und Abgaben bei jedem Liter Benzin rund die Hälfte ab und mästet sich weiter, während die Bürger immer weniger wissen, wie sie über die Runden kommen sollen. (JS)

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