Immer weniger Urlauber dank Energiekrise und Inflation (Symbolbild:Imago/Eibner)
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Energiekrise: Wird Urlaub bald unbezahlbar?

Die steigenden Rohöl- und Kerosinpreise führen nicht nur zu explodierenden Spritpreisen, sie sorgen auch dafür, dass es noch unerschwinglicher wird, dem allgegenwärtigen Wahnsinn in diesem Land zumindest einmal im Jahr durch ein paar Urlaubstage zu entfliehen. Die Preise für Flugtickets sind bereits massiv angestiegen, dasselbe gilt für Pauschalreisen und Hotels in vielen beliebten Urlaubsgebieten. Die Flugpreise zwischen Europa und Asien stiegen um bis zu 225 Prozent. Reiseziele, die derzeit als sicher gelten, weil sie nicht von Kriegen und anderen Konflikten betroffen sind, erleben einen Ansturm. Dazu gehören Länder wie Italien, Griechenland oder Spanien, wo die Preise deshalb um bis zu 50 Prozent ansteigen.

In Frankreich muss mit einem Aufschlag von ca. 56 Prozent gerechnet werden. Bei mehreren Personen können so Mehrkosten von bis zu 1.500 Euro zusammenkommen. Familien, die ihre Urlaubsplanung an den Ferienzeiten ausrichten müssen, sind davon am stärksten betroffen. Die Preise für Pauschalreisen sind teilweise um bis zu 35 Prozent gestiegen. Allerdings hat man hier immerhin die rechtliche Garantie, dass es keine unbegrenzten Erhöhungen geben darf und man kostenlos davon zurücktreten kann, sofern man die Fristen einhält.

Selbst Pauschalreisen werden zum Luxus

Wer schon jetzt den Urlaub für das kommende Jahr plant, kann sich den Preis sichern, bevor die Fluglinien die höheren Treibstoffkosten auf die Kunden abwälzen. Auch die Auswahl an Hotels, Flugzeiten et cetera ist größer. Allerdings können heutzutage immer weniger Menschen noch so weit vorausplanen, weil sie nicht wissen, ob sie im nächsten Jahr noch Arbeit haben oder auch ihr Job der politisch verursachten Wirtschaftskrise zum Opfer fallen wird. Die hohen Lebenshaltungskosten haben Urlaub für viele ohnehin bereits zum Luxus werden lassen. Durch die Ölkrise sind jetzt auch noch Ziele wie Kreta, die Algarve, Mallorca und andere Touristenhotspots erheblich teurer geworden.

Die unverschämte Pseudo-Entlastung von ca. 20 Cent pro Liter Benzin, den die Bundesregierung so großzügig für ganze zwei Monate gewährt, wird jedenfalls kaum Geld in die Urlaubskasse von Normalbürgern spielen. Was sie dadurch in diesen zwei Monaten einsparen, reicht nicht einmal für einen bescheidenen Wocheneinkauf im Supermarkt. Da nun auch noch der Urlaub das Budget vieler Menschen übersteigen wird, bleibt einem endgültig nur noch der Rückzug ins innere Exil, denn eine zumindest temporäre Flucht aus diesem immer schwerer erträglichen Land wird immer schwieriger. (TPL)

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