Vor allem seit Corona und den vermeintlich so segensreichen mRNA-Impfungen befindet die Mainstream-Journaille sich quasi in Dauereuphorie über die vermeintlichen Erfolge der Pharma-Industrie beim Kampf gegen bislang als unheilbar geltende Krankheiten. Derzeit wird eine Grippeimpfung gefeiert, die angeblich das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung um bis zu 55 Prozent reduziert. Grundlage für den Hype ist eine Studie aus den USA. Deren Inhalte werden aber völlig falsch wiedergegeben. Von einer 55-prozentigen Reduktion des Alzheimer-Risikos ist darin keine Rede. Die Zahl kam erst in der medialen Verbreitung auf. Tatsächlich handelt es sich bei der Studie um eine Auswertung der Versicherungsdaten von rund 200.000 Erwachsene ab 65 Jahren, die zwischen 2016 und 2019 entweder einen Hochdosis-Grippeimpfstoff oder einen Standard-Grippeimpfstoff erhalten hatten. Die relative Risikoreduktion für Alzheimer-Diagnosecodes lag zwischen 11 und 22 Prozent. Absolut gesehen gab es winzige Unterschiede von 0,02 bis 0,54 Prozentpunkten. Aus den „etwa 20 Prozent“, von denen einer der Mit-Autoren gesprochen hatte, wurden in der medialen Verwurstung 55 Prozent und damit ein angeblich sensationeller Durchbruch.
Hinzu kommt, dass die Studie ohnehin fragwürdig ist, da es weder eine ungeimpfte Kontrollgruppe noch kognitive Tests gab. Die Ergebnisse sind also kaum aussagekräftig. Letztlich wurden nur zwei Varianten desselben Impfstoffes miteinander verglichen, ohne dass es eine Placebo-Gruppe gegeben hätte, der das Vakzin nicht verabreicht wurde. Ob der minimale und zweifelhafte Effekt bezüglich Alzheimer, der sehr wahrscheinlich nur auf Verzerrungen handelt, auch ohne den Impfstoff eingetreten wäre und auch andere Ursachen dafür vorliegen, wurde gar nicht festgestellt.
Der Corona-Wahn wirkt immer noch nach
Ob die Grippeimpfung irgendeinen Einfluss auf das Alzheimer-Risiko hat, steht nicht fest, es wurden weder Gehirnscans durchgeführt noch Biomarker gemessen. Die ganze Sinnhaftigkeit der Studie muss aufgrund dieser gravierenden methodischen Mängel stark bezweifelt werden. Trotzdem blasen die internationalen Mainstream-Medien sie nun zu einem epochalen medizinischen Erkenntnisgewinn auf. Sobald irgendwo von Impf-Durchbrüchen die Rede ist, wird dies kritiklos nachgebetet. Eine kritische Überprüfung der Studie wurde nicht vorgenommen, wie so oft singen die selbsternannten Qualitätsmedien alle im selben Chor und führen ihr Publikum in die Irre.
Dass der Corona-Wahn auch hier noch immer nachwirkt, zeigt eine entlarvende Passage im Bericht des Portals „Fitbook“: „Spätestens während der Corona-Pandemie eskalierte der Streit zwischen Impfgegnern und -befürwortern. Eine aktuelle Studie spricht für die Position der Impfbefürworter, wenn auch mit einem eher unerwarteten positiven Impfeffekt. Denn offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen einer hochdosierten Grippeimpfung und einem geringeren Alzheimer-Risiko“, heißt es dort. Der Kampf um die Corona-Impfung soll also immer noch gewonnen werden. Deshalb wird jede Studie, die irgendwelche Erfolge durch Impfungen festgestellt haben will, sofort als Bestätigung dafür genommen, dass Impfskeptiker immer falsch liegen. Von einem Durchbruch bei der Verringerung des Alzheimer-Risikos kann jedenfalls keine Rede sein, und die meisten Medien erweisen sich wieder einmal als eilfertige Propagandisten der Pharma-Industrie. (AS)






















