Wölfe: Ursprünglich zwar in Deutschland heimisch, aber in der heutigen dichtbesiedelten Kulturlandschaft deplatziert (Foto:Shutterstock)
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Immer mehr gerissene Weidetiere: Es braucht endlich wolfsfreie Zonen in Deutschland!

Ein weiteres grünes Ideologieprojekt kommt an seine Grenzen: Die Kosten für den Umgang mit Wölfen in Deutschland schießen durch die Decke. In Hessen ist der Anstieg besondes dramatisch: Nach der Eingliederung des Wolfszentrums Hessen (WZH) in den Landesbetrieb HessenForst Ende 2024 explodierten dort die Ausgaben. Nach Angaben der Wiesbadener Landesregierung betrugen die Kosten des WZH im Jahr 2025 rund 470.000 Euro – ein Plus von 392 Prozent gegenüber dem Vorjahr (!), Tendenz weiter stark zunehmend. Noch krasser fiel die Steigerung bei den Entschädigungszahlungen für gerissene Nutztiere aus: Hier schnellten die Beträge sogar um 784 Prozent in die Höhe. Pascal Schleich, jagdpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag, kritisiert die Entwicklung scharf: „Der Wolf ist eine heimische Tierart, die in unserer Kulturlandschaft Konflikte verursacht.”

Mit Geldzahlungen alleine ließen sich jedoch nur die finanziellen Folgen eines Wolfsangriffs ausgleichen, nicht aber das Tierleid und die psychologischen Auswirkungen gerade auf die betroffenen Weidetierhalter. Erst vor wenigen Tagen kam es in einem Outdoor-Zentrum in Greifenstein im Lahn-Dill-Kreis mutmaßlich zu einem Wolfsangriff: Zehn Schafe wurden tot aufgefunden. Der Betreiber kann ein so weiträumiges Areal kaum wolfssicher machen. DNA-Untersuchungen laufen.

Bundesweit 2024 über 1.100 Wolfs-Übergriffe

Schleich sieht den aktuellen Ansatz als falsch: „Alle Nutz- und Haustiere im Freiland hinter hohen wolfssicheren Zäunen schützen zu wollen, ist nicht nur praxisfern und teuer – es ist auch der falsche Ansatz.“ Die AfD fordert daher die Einführung wolfsfreier Zonen. Nur so lasse sich ein flächiger Schutz von Weidetieren gewährleisten. Als Grundlage für ein wirksames Bestandsmanagement brauche es zudem eine fundierte Datengrundlage. Schleich dankt ausdrücklich den 35 ehrenamtlichen Wolfsberatern aus der Jägerschaft: „Die Helfer übernehmen eine Aufgabe, mit der die Landesregierung offensichtlich überfordert ist.“ Bundesweit zeigt sich ein ähnliches Bild steigender Konflikte. Im Monitoringjahr 2024 wurden in Deutschland 1.109 wolfsverursachte Übergriffe dokumentiert, für die rund 780.400 Euro Schadensausgleich gezahlt wurden. Pro Übergriff starben im Schnitt 3,9 Nutztiere – meist Schafe und Ziegen. In Nordrhein-Westfalen stiegen die Entschädigungen 2024 auf knapp 46.000 Euro (nach 25.752 Euro im Vorjahr). In Niedersachsen gab es 2025 bei 301 Angriffen 667 getötete Nutztiere.

Trotz vereinzelter Rückgänge in manchen Regionen (z. B. nur sechs bestätigte Nutztierrisse in Hessen 2024) sehen Kritiker einen Trend zu höheren Kosten und Belastungen für Landwirte. Seit Jahresbeginn 2025 zählte das WZH bereits 16 wolfsbedingte Risse in Hessen. Ein EU-Beschluss zu erleichterten Abschüssen von Problemwölfen sorgt derzeit für Diskussionen. Die Lösung wären wolfsfreie Zonen statt reiner Herdenschutzmaßnahmen, um langfristig Konflikte zu entschärfen und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhalten; diese sinkt jedoch angesichts sich mehrender Zwischenfälle auch mit Menschen, wie kürzlich in Berlin, rapide. (TPL)

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