Eine im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) durchgeführte Umfrage des Allensbach-Instituts zum Thema „Zuhören“ hat bestätigt, was wahrlich keine Neuigkeit ist – nämlich, dass Anhänger der Grünen besonders unduldsam auf andere Meinungen als die ihre reagieren. 28 Prozent der Grünen-Wähler beantworteten die Frage: „Wenn Sie mit jemandem zu tun haben, der ganz andere Meinungen vertritt als Sie selbst: Regt Sie das oft auf, oder haben Sie damit meist kein Problem?“, mit Ja. Bei den Linken-Anhängern waren es 22 Prozent, bei Unions- und SPD-Anhängern 19 beziehungsweise 18 Prozent.
Ebenfalls keine Überraschung ist, dass Personen mit höheren Bildungsabschlüssen intoleranter als Befragte mit formal niedrigerem Bildungsgrad sind. Nur etwa jeder Zehnte gab an, in seinem Freundeskreis dominiere eine andere politische Präferenz als die eigene. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass 57 Prozent der Befragten meinen, es gebe in ihrem Familien- oder Freundeskreis Personen, „mit denen es keinen Sinn macht, über politische Themen zu sprechen“. Dennoch sagten 61 Prozent, sie hätten „meist kein Problem“ mit abweichenden Ansichten.
Nur Empörung und pseudomoralischer Furor
Für Thomas Petersen von Allensbach ist dies nicht neu. Bereits in früheren Umfragen habe sich gezeigt, dass sich die Toleranz vieler Bürger gegenüber abweichenden Meinungen in engen Grenzen halte. Nicht wenige, die vehement Meinungsfreiheit einfordern, würden damit letztlich nur die Freiheit für ihre eigene Meinung meinen.
Dass Anhänger von Grünen und Linken hier an der Spitze liegen, verwundert jedenfalls nicht. Ihr gesamtes politisches Kapital besteht nur aus Empörung und pseudomoralischem Furor. Außerdem besteht ihre Klientel zum größten Teil aus verblendeten Hochschulabsolventen ideologisierter Studiengänge, die man de facto gar nicht mehr als Akademiker bezeichnen kann. Denn dazu fehlen ihnen sowohl die Intelligenz als auch die gediegene Allgemeinbildung. Ihnen genügt es, sich über eingebildete Missstände zu ereifern und diejenigen herabzusetzen, die dies nicht tun und denen reale Probleme wichtiger sind. Zugleich schreit niemand lauter nach „Toleranz“ als sie. Die Selbstgefälligkeit dieses Milieus ist durch diese Umfrage wieder einmal entlarvt worden. (TPL)






















