In München wussten am Samstag rund 7.000 Menschen nichts Besseres mit dem schönen Wetter anzufangen, als dem Aufruf von Bund Naturschutz in Bayern (BN), Fridays For Future München, Greenpeace Bayern und dem Umweltinstitut München zu folgen und sich unter der Parole „Erneuerbare Energien verteidigen!“ an einer Demonstration für mehr erneuerbare Energien und Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu beteiligen. Die Veranstalter wollen sogar 12.000 Teilnehmer gezählt haben. Die dem Volkszorn freigegebene Hassfigur der Veranstaltung war CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten zumindest versucht, die schlimmsten Exzesse des Klimawahns zu korrigieren, der Deutschland in den wirtschaftlichen Untergang reißt. Redner und Teilnehmer warfen ihr vor, den „Erfolg“ der Energiewende zu gefährden und fossile Energien zu bevorteilen. Der BN-Landesvorsitzende Martin Geilhufe bezeichnete Reiches Netzpaket als „Teil eines konzertierten Generalangriffes auf Natur, Umwelt und Klima“ und forderte, die Bundesregierung dürfe den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie nicht abwürgen. Zu den Rednern gehörte unter anderem auch der unvermeidliche ZDF-Physikprofessor Harald Lesch, der sich seit Jahren als Experte für alles wähnt.
„Die Wut richtet sich hier gegen Wirtschaftsministerin Reiche. Man hat wirklich gemerkt, die Emotionen kochen hoch“. Die Menschen seien wütend, vermeldete ARD-Reporter Severin Pehlke als propagandistischer Begleiter dieser Veranstaltung, die wie eine Erwecksungsmesse von aus der Klapse entlaufenen Psychopathen anmutete und auf der sich bizarre Szenen abspielten. Die bayerische Grünen-Vorsitzende Katharina Schulze fungierte als euphorische Einpeitscherin und rang dem Publikum Sprechchöre wie „Hoch mit erneuerbaren, runter mit fossilen“ ab. Fossilienartig waren jedoch vor allem die Teilnehmer: Allein die paar Fotos, die auf der Webseite des Bayerischen Rundfunks (BR) zu sehen sind, zeigen ein vorwiegend greisenhaftes, einfältig-aggressives Gemisch aus wohlverstandsverwahrlosten Alt-Grünen. Auf Transparenten waren Slogans wie „Klimaschutz ist Enkelschutz“, „Ich will Habeck zurück“ oder „Sonne und Wind müssen nicht durch die Straße von Hormus“ zu sehen. Allein das legt beredtes Zeugnis über den geistigen Zuschnitt der Teilnehmer ab. Diese Sekte versammelte sich passenderweise vor dem Siegestor, auf das sich ihr Guru Robert Habeck im Bundestagswahlkampf Anfang 2025 überlebensgroß und mit dem idiotischen Slogan: „Bündniskanzler. Ein Mensch. Ein Wort“ hatte projizieren lassen – was den Grünen kürzlich eine Geldstrafe von 4.728 Euro eintrug.
Totentanz einer durchgedrehten Bewegung
Aber nicht nur in München, auch in Berlin, Hamburg und Köln fanden Demonstrationen für den gleichen Zweck statt. Insgesamt sollen sich daran rund 80.000 Menschen beteiligt haben. Selbst wenn diese Zahl zuträfe, würde sie nicht ansatzweise die umfangreiche Berichterstattung rechtfertigen, die die Mainstream-Journaille, die natürlich damit sympathisiert, dafür aufwandte und die es irrigen Eindruck vermittelte, hier seien ungeheure Menschenmassen mobilisiert worden. In Berlin sonderte Luisa Neubauer vor Reiches Wirtschaftsministerium ihr übliches Geschwurbel von einer „Unterwanderung der Energiewende“ ab. Es gehe dabei nicht um die Bezahlbarkeit von klimafreundlicher Politik, sondern um den „Erhalt fossiler Gewohnheiten und fossiler Macht“. Auch ein VW-Werk könne „nicht im Hochwasser produzieren, ob man es wahrhaben will oder nicht“, dozierte sie, die keinerlei relevante Lebenserfahrung außerhalb der links-grünen Aktivistenblase vorweisen kann. In Hamburg fabulierte Annika Rittmann von „Fridays for Future“: „Viele Menschen erleben gerade, was es bedeutet, wenn der Staat das fossile Modell unterstützt und de facto den Umstieg für sie schwieriger macht“. Als Beispiel nannte sie ausgerechnet den zweimonatigen Tankrabatt der Bundesregierung, durch den nachhaltige Mobilität kaputt gemacht werden würde, weil das Geld in andere Projekte fließe und bei den Ölkonzernen lande.
Was sich am Samstag zeigte, waren die letzten verzweifelten Zuckungen einer Bewegung, die ihren Zenit längst überschritten hat. Die katastrophalen Folgen ihrer selbstmörderischen Ideologie führen zum wirtschaftlichen Kollaps des Landes. Außer ihren hysterischen Parolen haben Fridays for Future, nach denen kein Hahn mehr kräht, nichts mehr zu bieten. Die jahrelang medial allgegenwärtige, inzwischen aber kaum noch relevante Neubauer ringt verzweifelt um Aufmerksamkeit und nutzt jede Gelegenheit, sich als Aktivistin zu inszenieren – nur nicht gegen reale Probleme. Auch die schnell in sich zusammengefallene Posse um die digitalen Vergewaltigungsvorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes begriff sie umgehend als Chance, sich ebenfalls als Opfer digitaler Verfolgung darzustellen. „Ich würde mich gerne nur ins Klima kümmern. Aber es geht nicht. Nicht in dieser Gesellschaft und dieser Zeit und bei diesen Männern“, jammerte sie bei einer Demonstration in Berlin vor einem Monat. „Es ist ein so entscheidendes Zeichen, dass wir keine Sekunde Ruhe geben“, drängt sie damals. Diese Kunst hat sie in der Tat perfektioniert – nur dass es eben kaum noch jemanden interessiert. Die Demonstrationen am Samstag waren der Totentanz einer durchgedrehten Bewegung, die Deutschland einen Schaden zugefügt hat, von dem es sich nie mehr erholen wird. Die Enkel, für die einer der Münchner Demonstranten das Klima schützen will, werden ihn dereinst vielleicht verfluchen, weil sie auch seinetwegen in einem verarmten, buchstäblich heruntergewirtschafteten Land dahinvegetieren müssen, in dem sie Schutz vor ganz anderen Dingen als einer imaginäre Klimakatastrophe brauchen werden. (TPL)






















