Unterirdisch: Als “Spiegel"-Kolumnist greift Blome wieder mal in die unterste Schublade der Demokratieverachtung (Foto:Imago)
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Nikolaus Blome hetzt mal wieder ab – diesmal nicht gegen Ungeimpfte, sondern gegen die AfD Sachsen-Anhalt

Nikolaus Blome, einer der schlimmsten Corona- (und auch sonstigen) Hetzer dieses Landes, den der „Spiegel“ sich als vermeintlich konservatives Feigenblatt und Aushängeschild hält, hat sich in seiner aktuellen Schwurbel-Kolumne den möglichen Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl im September gewidmet. Zunächst tat er seine Freude über die Abwahl von Viktor Orbán in Ungarn kund, durch die, „nach den Brexit-Tories, dem Holländer Geert Wilders, der nationalkatholischen PIS in Polen, ein weiterer antieuropäischer Rechtsaußen“ von einer Mehrheit vom Hof gejagt worden sei. Dies veranlasste ihn zu der Überlegung, ob auch die AfD erst einmal in die Regierung müsse, um sich dort zu entzaubern. Denn da die Bundesregierung viel Vertrauen verloren habe und die AfD-Anhänger durch „groteske Skandale und Korruption, die einer bürgerlichen Partei nie und nimmer vom Publikum durchgelassen würden“, nicht nennenswert erschüttert würden, sei die Ansicht „Sollen sie doch mal machen – und sich gegebenenfalls selbst ad absurdum führen?“ erwägenswert. Die Frage würde ja auch „in nicht wenigen Milieus, gerade auch gutbürgerlich-konservativen“, gestellt.

Da nun in Sachsen-Anhalt Wahlen anstünden, einem kleinen Bundesland, das an realwirtschaftlicher Bedeutung für die Geschicke der Republik von „nachgeordneter Bedeutung“ sei, wäre es doch ein geeignetes Testgelände für eine Alleinregierung der AfD. Eine solche hält Blome aber „trotz manifester Entzauberungsaussichten für eine schlechte Idee“. Sollte es dennoch dazu kommen, sollte Sachsen-Anhalt auch sämtliche Konsequenzen tragen müssen, befindet er. Wenn man früheren Äußerungen an der Spitze des Verfassungsschutzes Glauben schenken möge, würden die sachsen-anhaltischen Stellen aus dem Verkehr mit wichtigen Geheimhaltungssachen herausgenommen. Schließlich wolle man sensible Daten „aus eigener oder befreundeter Quelle nicht direkt nach Moskau, Peking oder an die Reichsbürger abfließen sehen“. Auf den ersten Blick möge dies für die AfD verschmerzbar erscheinen, sei aber „nur ein pars pro toto“. Der Rest der Republik werde sich an ganz vielen Punkten überlegen, wie mit einem Bundesland umzugehen wäre, „dessen neue Führung dem Rest der Republik politisch vors Schienbein treten möchte – und ankündigt, als Erstes den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stillzulegen“ – offenbar ein Schreckensszenario für Blome.

Typisch für den westdeutschen Bevormundungsjournalismus

Vor allem fände er es angemessen, dann auch durchzuziehen, was die AfD selbst predige: Wer in die sozialen Sicherungssysteme oder Vergleichbares nie eingezahlt habe, sollte auch nichts entnehmen dürfen. So sage es „die Rechtsaußen-Partei“ und münze das „wesensentsprechend allein auf Ausländer“. Blome plädiert nun dafür, Sachsen-Anhalt die Mittel aus dem Länderfinanzausgleich zu streichen, in den es seit 1990 „noch keinen Tag netto eingezahlt“, aber allein 2025 knapp zwei Milliarden Euro überwiesen bekommen habe, ein Achtel des Landeshaushalts, rechnerisch rund 900 Euro pro Einwohner, „ein Spitzenwert“. Damit müsste dann eigentlich Schluss sein, meint Blome. Auch die Renten will er kürzen, da viele ja zu DDR-Zeiten nicht in die westdeutsche Kasse eingezahlt haben könnten. Als „Konservativer“ finde er das jedenfalls in Ordnung. Weiter faselt er, die Nachbar-Bundesländer von Sachsen-Anhalt könnten ja allen ausländischen Ärzten, die dort tätig seien, „alsbald ein Jobangebot machen“, denn laut AfD-Wahlprogramm seien „ausländische Ärzte wegen der Sprachbarriere und kultureller Differenzen oft kaum geeignet, unsere Bürger richtig zu behandeln“. Sein Fazit lautet: „Entlang des traditionellen Musters „Aus Schaden wird man klug“ könnte eine AfD-Alleinregierung wie die heiße Herdplatte sein, auf die unbelehrbare oder besonders erlebnisorientierte Kinder hinter dem Rücken der Aufsichtsperson einmal drauflangen müssen, damit sie es hernach nie wieder tun“.

Dieses vor Dummheit und unerträglicher Arroganz triefende Pamphlet ist typisch für den westdeutschen Bevormundungsjournalismus, der den Ostdeutschen schon seit der Wende ein Graus ist. Der saturierte Haltungsbürger Blome erhebt sich in seiner gönnerhaften Attitüde über alles und jeden, der das multikulturelle EU-Paradies und das segensreiche Wirken von ARD und ZDF einfach nicht erkennen kann oder will. Das Ergebnis sind dann solche widerlichen Sottisen über die Köpfe von Menschen hinweg, die von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch machen wollen, um die Zustände zumindest in ihrem Bundesland zu ändern. Blome ist der typische Vertreter des scheinkonservativen Merkel-Bürgertums, das die Hauptverantwortung für den Untergang Deutschland trägt. Seine Kolumne sollte in ganz Sachsen-Anhalt und darüber hinaus verbreitet werden, um als Lehrbuchbeispiel für die ganze Verkommenheit dieser Mischpoke zu dienen. Dann hätte Blome sogar ein einziges Mal etwas Positives geleistet. (TPL)

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