Letzten Monat schwadronierte Lügenkanzler Friedrich Merz davon, innerhalb von drei Jahren nicht weniger als 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer in ihre Heimat zurückzuschaffen. Damit lief er aber nicht nur beim islamistischen syrischen Machthaber Ahmed al-Scharaa gegen die Wand, dem Merz diese Zahl sogar in den Mund gelegt hatte, auch in Syrien selbst hat Deutschland keineswegs an Anziehungskraft verloren. Dies zeigt eine Großrazzia mit rund 1.000 Einsatzkräften der Bundespolizei in Leipzig und Umgebung, bei der am Dienstagmorgen gegen rund 50 Männer und Frauen aus Syrien vorgegangen wurde, die ihre echten Ausweise nach Syrien geschickt haben sollen, um ähnlich aussehenden Landsleuten die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Auch unerlaubt eingereiste Syrer waren Ziel des Einsatzes. Diese würden nach den polizeilichen Maßnahmen an die zuständige Ausländerbehörde übergeben, teilte die Polizei mit.
Der Betrug war an Flughäfen aufgefallen, weil die einreisenden Personen nicht mit denen auf den Ausweispapieren identisch waren. Die Ermittlungen würden andauern und gemeinsam mit der Taskforce „Clan“ geführt, hieß es weiter. Ziel sei es unter anderem zu klären, ob hinter den Taten eine organisierte Struktur stecke. Obwohl das Assad-Regime bereits Ende 2024 gestürzt wurde und für die allermeisten Syrer somit keinerlei Asylgrund mehr besteht, leben rund eine Million Syrer in Deutschland.
Keinerlei Anzeichen für irgendwelche Rückkehrtendenzen
Zwischen 2021 und 2024 wurden rund 230.000 eingebürgert. Durch die seit zwei Jahren geltende Einbürgerungsmöglichkeit nach fünf Jahren wird sich diese Zahl noch massiv steigern. Die Rückkehrbereitschaft von Syrern ist lächerlich gering, was bei den Sozialleistungen hierzulande auch nur allzu verständlich ist. Im vergangenen Jahr machten gerade einmal 5.976 von der Möglichkeit der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten freiwillige Ausreise nach Syrien Gebrauch – und über die Hälfte davon ist bereits wieder in Deutschland!
10.000 Syrer sind unmittelbar ausreisepflichtig, aber natürlich immer noch hier. Auch diejenigen, die bei der Razzia in Leipzig verhaftet wurde, werden wohl kaum in ihre Heimat abgeschoben. Es gibt also nicht die allergeringsten Anzeichen für eine massenhafte Rückkehr nach Syrien. Im Gegenteil: die gestrige Razzia hat gezeigt, dass es auch nach dem Machtwechsel attraktiver bleibt, in die deutschen Sozialsysteme einzuwandern, als für wenig Lohn ein weithin zerstörtes Land aufzubauen. (TPL)






















