Die unendliche Geschichte der irrwitzigen Korruption in der Ukraine könnte um eine weitere unglaubliche Kapriole reicher sein: Aktuell kursieren Berichte, wonach Kateryna Filatowa, die Tochter von Borys Filatow, dem Bürgermeister der Stadt Dnipro, Eigentümerin eines Immobilienkomplexes in Cernobbio am Comer See ist, der aus vier Immobilien mit einer Gesamtfläche von etwa 950 Quadratmetern, darunter eine Villa mit Swimmingpool, besteht. Der Wert der Anlage wird auf 8,43 Millionen Euro plus Nebenkosten geschätzt. Es steht der Verdacht im Raum, dass Filatow der eigentliche Besitzer der Vier-Millionen-Euro-Villa ist. Eine beachtliche Leistung bei einem Monatsgehalt von umgerechnet rund 600 Euro!
Filatow weist diese Meldungen vehement zurück und bezeichnet sie als russische Desinformation. Die Fotos der Immobilien würden von Buchungsportalen stammen. Allerdings weisen Ermittlungen, über die in sozialen Medien berichtet wird, darauf hin, dass die Eigentumsverhältnisse der Tochter zumindest zutreffen. Woher hat sie diese Mittel? Ob sich dies als wahr erweist oder tatsächlich russische Propaganda ist, bleibt nun abzuwarten – zuzutrauen ist den kleptokratischen Eliten dieses Landes alles, wie die letzten Jahre bewiesen haben.
90 Milliarden Nachschub sind schon unterwegs
Neuer Geldnachschub ist jedenfalls unterwegs: Nachdem der scheidende ungarische Ministerpräsident Viktor Orban seine Blockade des 90-Milliarden-„Kredits“ für die Ukraine aufgegeben hat, bei dem es sich jedoch um eine faktische Schenkung handelt, jubelte Stefan Kornelius, der Sprecher der Bundesregierung, die Summe könne in 24 Stunden ausgezahlt werden. „Wir begrüßen diese Entscheidung“, so Kornelius. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich indessen für eine engere Einbindung der Ukraine in die Abläufe der Europäischen Union ausgesprochen. „Es ist allen klar, dass ein sofortiger Beitritt der Ukraine in die EU natürlich nicht möglich ist“, sagte er nach einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Nikosia. Er wolle aber eine „engere Einbindung in die europäischen Institutionen ermöglichen“, etwa durch die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Europäischen Räten, allerdings ohne Stimmrecht. Dieser hatte bei einem Abendessen mit seinen europäischen Gönnern in seiner typischen Art wieder einmal konkrete Zusagen für einen EU-Beitritt seines Landes gefordert. Die Ukraine brauche „keine symbolische EU-Mitgliedschaft“, stellte er klar.
Viel wichtiger ist jedoch, dass die EU keine Ukraine-Mitgliedschaft braucht. Diese kann sie sich nämlich weder politisch noch finanziell leisten. Dies wird Merz und Co. aber kaum kümmern. Sie werden Selenskyj den Zugang zu den europäischen Finanztöpfen schnellstmöglich gewähren, und dann wird es noch mehr Amtsträger geben, die bei kleinem Gehalt erstaunlichen Immobilienbesitz anhäufen.























