Die CDU ist in jeder Hinsicht auf dem politisch-moralischen Nullpunkt angekommen. Sie tut absolut alles, um sich irgendwie an den Fleischtöpfen der Macht zu halten und ihr permanentes Versagen zu vertuschen. Dies gilt auch und gerade für die Corona-Diktatur. Wie tief man dabei sinken kann, zeigte der CDU-Abgeordnete Axel Müller am Donnerstag in der Enquete-Kommission des Bundestages, die angeblich zur Aufarbeitung der Corona-Politik eingerichtet wurde, in Wahrheit aber nur zur Täuschung der Öffentlichkeit dient. Bei der Befragung des Sachverständigen Stephan Kohn, der früher im Bundesinnenministerium im Bereich Kritische Infrastrukturen tätig war und bereits 2020 ein internes Papier zur Corona-Politik verfasste, in dem er die staatlichen Maßnahmen kritisierte, schämte Müller sich nicht, Kohns Glaubwürdigkeit dadurch erschüttern zu wollen, dass er ihn mit seinem sexuellen Missbrauch als Kind konfrontierte, der vertuscht worden war. Beobachter sprachen anschließend von einem “Tiefpunkt des Parlamentarismus”.
Der Hintergrund dieses bösen Fouls: Kohn und andere Betroffene hatten 2010 öffentlich gemacht, dass sie zu den Betroffenen des Ahrensburger Missbrauchsskandals in der evangelischen Kirche gehörten. Er und mehrere Angehörige waren jahrelang von Kohns Stiefvater, einem lutherischen Pfarrer, sexuell missbraucht worden, die Taten waren damals bereits verjährt.
Unfassbare Niederträchtigkeit
„Sie hatten ein schweres Schicksal“, redete Müller Kohn weiter mit widerlicher Verlogenheit an. „Ihnen ist großes Unrecht angetan worden in Ihrer Kindheit und Ihrer Jugend, weil etwas vertuscht wurde …“ Auch als sich daraufhin sofort Unmut im Sall regte, fuhr er gnadenlos fort: „… weil etwas vertuscht wurde, weil etwas vertuscht wurde“, und dann auch noch ungehalten wurde, weil man ihn zu unterbrechen versuchte. Der Abgeordnete Kay-Uwe Ziegler schaltete sich mit der Bitte ein, „dass Herr Kohn hier nicht in irgendeiner Form wegen seines persönlichen Lebens in Anspruch genommen wird. […] Was soll denn das bitte in diesem Zusammenhang?“ Doch das focht Müller nicht an. Unbeirrt fuhr er fort. „Wenn man einmal erfahren hat, dass etwas vertuscht wurde, löst das etwas in einem aus?“, fragte er. „Hat es bei Ihnen etwas ausgelöst? Und wenn ja, in welcher Form im Zusammenhang mit dieser Krise?“ Er versuchte also mit primitiver Küchenpsychologie Kohns Expertise in Zweifel zu ziehen, indem er ihm quasi eine Art Vertuschungsmanie aufgrund seines sexuellen Missbrauchs andichtete, die die Ursache für seine Kritik am Corona-Regime sei.
Kohn konterte diese unfassbare Niederträchtigkeit schließlich mit der Entgegnung: „Es ist ein durchschaubarer Versuch, meine Kompetenz oder Autorität zu hinterfragen“ und fügte hinzu, persönliche Erfahrungen könnten dazu beitragen, „robust und resilient“ zu sein. Auf seiner Webseite behauptet Müller: „Beruflich, privat und in der Politik liegt meinem Handeln das christliche Menschenbild zugrunde. Einem Kompass gleich, weisen mir meine Werte und mein christlicher Glaube den Weg“. Ein solcher Heuchler passt wie die Faust aufs Auge in diese CDU, die in jeder Hinsicht am Ende ist. (TPL)























