Eine Infratest dimap-Umfrage im Auftrag des WDR ergab, dass 66 Prozent der Befragten es befürworten, wenn Migranten künftig nur noch dann Sozialleistungen in Deutschland bekämen, wenn sie hier längere Zeit gearbeitet hätten. Anhänger von AfD, Union und SPD stimmen dem mit 91, 79 bzw. 63 Prozent zu, Anhänger der Grünen und Linken sind mit 64 und 55 Prozent dagegen. 63 Prozent sehen nicht ein, dass sie mehr arbeiten sollen, um den Wohlstand im Land zu sichern – wohl, weil sie wissen, dass es nicht darum geht, den Wohlstand zu sichern, sondern den weiteren Missbrauch des Systems durch die Politik.
Einschnitte in die Sozialsysteme lehnen 52 Prozent grundsätzlich ab, 33 Prozent halten Einschnitte bei der Arbeitslosenversicherung, 18 Prozent bei der Krankenversicherung und 16 Prozent bei der Rentenversicherung für richtig. 86 Prozent meinen über alle Alters-, Einkommens und Parteipräferenzen hinweg, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen.
Wozu sich krummlegen für einen Räuberstaat?
Nur 25 Prozent halten es dagegen für richtig, die gesetzliche Rente auf ein Minimum zu reduzieren und dafür stärker auf die Eigenverantwortung der Bürger zu setzen. Die Neidpolitik der linken Parteien verfängt leider immer wieder: 64 Prozent befürworten eine Vermögenssteuer (wobei die Zustimmungswerte bei Anhängern von Grünen, Linken und SPD bei weit über 80 Prozent liegen, bei AfD-Wählern aber nur bei 42 Prozent); 61 Prozent wollen eine Besteuerung hoher Erbschaften und 81 Prozent halten den Wohlstand in Deutschland für ungerecht verteilt.
Dies trifft vor allem auf Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu sowie auf die Region Berlin und Brandenburg. Große Mehrheiten sind also dagegen, sich für diesen Räuberstaat noch mehr krummzulegen, haben zugleich aber auch nichts dagegen, wenn er Reichen und Erben mehr Geld abnimmt, weil sie davon nicht betroffen sind. Es ist eine treffende Bestandsaufnahme der Grundstimmung hierzulande. (TPL)























