Der gestrige Anschlag auf Juden im Londoner Stadtteil Golders Green hat abermals unterstrichen, welche Auswüchse der Judenhass in Europa angenommen hat. Aufnahmen zeigen einen Mann, der durch die Straßen des jüdisch geprägten Viertels zog und wahllos auf Passanten einstach. Bevor er überwältigt werden konnte, verletzte er zwei Männer schwer. Die neue islamistische Gruppierung Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia (HAYI) bekannte sich auf proiranischen Internet-Kanälen zu dem Anschlag. Sie veröffentlichte Aufnahmen der Tat und verkündete, Einzelkämpfer der Gruppe hätten zwei „Zionisten“ angegriffen und verletzt. Es wird auch auf ein israelisches Gesetz vom März verwiesen, dass die Verhängung der Todesstrafe bei terroristisch motivierten Morden mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel vorsieht. „Wenn das Gesetz für die Hinrichtung von Gefangenen nicht gestoppt wird, werdet ihr auf der Straße hingerichtet“, wird gedroht. Der Verfassungsschutz warnte kürzlich vor einer neuen Eskalationsstufe des Terrors in Europa durch die HAYI-Gruppe. „Neu ist die Warnung HAYIs, sich nunmehr nicht mehr nur auf ‚einfache‘ Angriffe zu beschränken, sondern langfristig auch gefährlichere Tatmittel einzubeziehen“, erklärte das Amt auf Anfrage des „Handelsblatts“.
Vom linken britischen Premierminister Keir Starmer und seinem Labour-Parteifreund, dem muslimischen Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, kamen die bei solchen Anlässen üblichen abgedroschenen Phrasen. „Der antisemitische Angriff in Golders Green ist zutiefst entsetzlich. Angriffe auf unsere jüdische Gemeinschaft sind Angriffe auf Großbritannien“, teilte Starmer mit und kündigte an, die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. Khan schrieb, die jüdische Gemeinschaft in der britischen Hauptstadt sei zum Ziel einer Reihe von schockierenden antisemitischen Angriffen geworden. Es dürfe „absolut keinen Platz für Antisemitismus in der Gesellschaft geben“, schwafelte er, obwohl offensichtlich das genaue Gegenteil der Fall ist und sowohl seine Partei als auch seine Glaubensbrüder dies nach Kräften ermöglicht haben. Es ist die ewig gleiche Leier, der niemals Taten folgen und die dann beim nächsten Anschlag wieder abgespult wird. Auch das kennt man aus Deutschland zur Genüge.
Eine widerliche Schande
Die beiden verletzten Männer wurden laut BBC von Hatzola behandelt, einem freiwilligen jüdischen Rettungsdienst, der selbst erst vor wenigen Wochen zum Ziel eines antisemitischen Brandanschlags wurde, bei dem vier seiner Krankenwagen zerstört worden waren. Allein das straft das hohle Gefasel von Starmer und Khan Lügen. Der Judenhass ist in England ebenso tief verankert wie in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern. Und die verbrecherische Migrationspolitik der letzten Jahre hat das gesellschaftliche Klima für Juden in Westeuropa endgültig zur Hölle gemacht. Auch die Medien leisten dazu ihren Beitrag: So vermeldete der „Spiegel“, ein Mann habe „versucht, jüdische Passanten mit einem Messer anzugreifen“. Dass es nicht beim Versuch blieb und die beiden Opfer nur knapp mit dem Leben davonkamen, erwähnte man nicht.
Es ist eine einzige widerliche Schande, was solche Politiker und Medien, die sonst ständig vor der Rückkehr der Nazis warnen, ihren Ländern und besonders deren jüdischer Bevölkerung antun.
Die europäische Linke radikalisiert sich in ihrem Judenhass immer weiter, Juden werden von Kulturfestivals ausgeschlossen und auf offener Bühne beschimpft – nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Rasse, sondern wegen der Politik des ums Überlebenden kämpfenden Staates Israel und seinen angeblichen „Genozid“ an den Palästinensern. Nach dem religiösen und biologistischen Antisemitismus ist dies nun das neue Gewand, in dem er seine Fratze zeigt. Hinter der angeblichen Kritik an Israel steckt jedoch die Ansicht, dass es den jüdischen Staat an sich gar nicht geben dürfte. Dabei ist es völlig egal, welche Regierung dort gerade am Ruder ist. Die Linken und ihre muslimischen Hätschelkinder haben dafür gesorgt, dass Europa 80 Jahr nach dem Holocaust wieder ein Bollwerk des Judenhasses ist – und die Feigheit der konservativen Parteien hat dies maßgeblich möglich gemacht. (TPL)






















