Nach Amtsantritt fand Merz noch diplomatische Worte, jetzt biedert er sich bei seinen linken Aufsehern an und beteiligt sich am Trump-Bashing (Foto:Imago)
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Nach Russland und China jetzt auch totale Entfremdung von den USA: Merz reitet Deutschland in die völlige Isolation

Während selbst in der CDU inzwischen ganz offen das baldige Ende der schwarz-roten Koalition beschworen wird und Friedrich Merz noch den letzten Rückhalt verloren hat, löst sich auch das Märchen vom „Außenkanzler“, der angeblich so große außenpolitische Erfolge erreicht hat, endgültig in Luft auf. Denn auch hier hat Merz es geschafft, mit seinem erratischen Schwadronieren das Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump zu zerstören. Kürzlich hielt er es für eine gute Idee, vor Schulkindern (!) zu verkünden, Trump und die USA seien vom Iran „gedemütigt“ worden. „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“, so Merz. Die USA könnten den Krieg nicht schnell beenden, „weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben“, erklärte er den Kindern. Die Reaktionen von Trump konnte man sich leicht vorstellen: Seit Tagen wütet er gegen Merz. Dieser habe „keine Ahnung, wovon er spricht“, schrieb Trump am Dienstag. Es sei „kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht“.

Die vorgestrige Mitteilung, einen Abzug von US-Truppen aus Deutschland zu prüfen, und dass er gestern noch einmal nachlegte und Merz den guten Rat gab, mehr Zeit darauf zu verwenden, „den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden“, wo er bisher völlig wirkungslos geblieben ist, und sein “angeschlagenes Land wieder in Ordnung zu bringen, insbesondere in den Bereichen Einwanderung und Energie“, anstatt „sich in die Angelegenheiten derer einzumischen, die die nukleare Bedrohung durch den Iran beseitigen und damit die Welt, einschließlich Deutschland, zu einem sichereren Ort machen“, zeigen, wie groß das Zerwürfnis ist.

Verantwortungsloser Hasardeur Merz

Diese wie immer klaren Worte aus Washington bringen nicht nur die Lage in Deutschland auf den Punkt, sie zeigen auch, was Merz mit seinem ständigen Gefasel anrichtet. Allein auf die Idee zu kommen, vor Schülern über die Demütigung der USA zu reden, zeigt, wie es in diesem Kopf aussieht. Keinem früheren Kanzler wäre dies in den Sinn gekommen. Auch ein weniger reizbarer Präsident als Trump hätte es sich wohl verbeten, von einem ausländischen Regierungschef auf diese Weise geschulmeistert zu werden – und schon gar nicht von einem, der tatenlos bei der Zerstörung des eigenen Landes zusieht. Erst vor rund zwei Monaten hatte Merz Trump bei einer Veranstaltung in Hessen nachgeäfft und ihn als Idioten dargestellt, der gar nicht begreife, welche sagenhaften Erfolge Merz bei der Bekämpfung der illegalen Migration erzielt habe. Abgesehen davon, dass diese Erfolge nicht existieren, war schon das eine skandalöse Fehlleistung.

Um ein paar billige Schenkelklopfer bei CDU-Provinzbonzen abzustauben, riskierte der verantwortungslose Hasardeur Merz schon damals das zumindest vernünftige Verhältnis zum wichtigsten Verbündeten, hatte aber noch Glück, dass dies keine nennenswerte Aufmerksamkeit erregte. Nun hat er es aber auch hier geschafft, den Bogen so gründlich zu überspannen, dass die Beziehung zu Trump endgültig zerrüttet sein dürfte – und dass Deutschland seinen wichtigsten militärischen Partner zu verprellen und verlieren droht; ein Partner dessen Truppenpräsenz keine „Souveränitätsuntergrabung” darstellt, sondern angesichts einer nicht mehr vorhandenen eigenen Verteidigungsfähigkeit dieses Landes absehbar auf Jahrzehnte die einzige Lebensversicherung für den Ernstfall darstellt; ein Umstand, der in Deutschland nach über 80 Jahren Frieden allzu leichtfertig vergessen und in den Wind geschlagen wird. Ganz abgesehen von der wirtschaftlichen Bedeutung der US-Streitkräfte für ganze Regionen.  Und das alles völlig ohne Not und nur, weil dieser aufgeblasene Gernegroß unfähig ist, sein großspuriges und völlig unbegründetes Auftreten abzulegen oder auch nur zu zügeln. Je schneller die CDU sich und das Land endlich von dieser epochalen Fehlbesetzung erlöst, desto besser für alle, denn dieser Mann im Kanzleramt ist eine ständige Gefahr für sich und andere. (TPL)

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