US-Airbase Ramstein: Bald hat Merz es geschafft, das Tischtuch mit den USA völlig zu zerschneiden und Deutschland mal wieder zwischen alle Stühle zu verfrachten – diesmal allerdings militärisch und politisch wehrlos... (Foto:Imago)
[html5_ad]

Auf Kriegskurs mit Russland und gleichzeitig den wichtigsten Verbündeten verprellen – das schafft nur Merz

Allmählich muss man sich tatsächlich fragen, ob nicht die ultimative Agenda zum Schaden und zur finalen Zerstörung Deutschlands das einzige konsensuale Bindeglied der schwarz-roten Katastrophen-Koalition ist. Und zwar nicht nur in den gängigen Hauptkategorien Klima- und Energietransformation (mit dem Ziel der Deindustrialisierung und Wohlstandsvernichtung) sowie Migration (mit dem Ziel der kultureller Identitätsbeseitigung), sondern nun auch im Bereich der Sicherheits- und Außenpolitik. Nachdem mit Russland weiterhin jeglicher noch so niederschwellige Dialog und Austausch verweigert und stattdessen der große Krieg herbeigeredet wird, während weiter Schmähungen gegen Putin ausgestoßen und Abermilliarden deutsche Steuermilliarden an den korrupten Mafiastaat Ukraine verschwendet werden: Da brüskiert Merz nun für den billigen Beifall seiner linken Strippenzieher und Machtgaranten auch noch die USA und verärgert Trump maximal… mit dem Resultat, dass dieser, zunächst nur als Warnschuss, US-Truppen aus Deutschland abzieht.
Was rechte und linke Ränder aus unterschiedlichen Gründen in Verzückung versetzt, ist in jedoch Wahrheit ein Ausbund an Dummheit, Unvernunft und Fahrlässigkeit, der zeigt, welches Ausmaß an Geschichtsvergessenheit und welcher Mangel an Demut mittlerweile in der Bundesrepublik vorherrschen. Dieses Land ist völlig unfähig, sich selbst zu verteidigen – personell, materiell und vor allem ideell, allem Geschwätz von der “Kriegstüchtigkeit” zum Trotz, und daran wird auch die beabsichtigte Verdreifachung der Rüstungsausgaben auf 180 Milliarden Euro jährlich plus bereits zweckentfremdeten und wirkungslos verpufften “Sondervermögen” (womit Deutschland den viertteuersten Verteidigungshaushalt der Welt aufwiese!) nichts ändern. Denn so wie die NATO-Mitgliedschaft Deutschland theoretische Frieden und Stabilität garantierte, bescherten uns (und bescheren uns noch) die US-Streitkräfte in Deutschland ganz real militärische Sicherheit. Sie sind auch in wirtschaftlicher Hinsicht durch die ins Land fließende Kaufkraft, zehntausende Arbeitsplätze und die geopolitische Aufwertung des Standorts ein Segen.

Pseudomoralisches Gouvernantentum

Es ist ein großes Verhängnis und Ausweis einer gewissen Friedensmüdigkeit und spätdekadenten Fahrlässigkeit, dass diese US-Truppenpräsenz, die ein – gleichwohl für Deutschland praktisch nur mit Vorteilen verbundenes – Relikt des Kalten Krieges darstellt, in letzter Zeit zunehmend als Inbegriff “eingeschränkter nationaler Solidarität” oder gar als “Besatzung” verfemt und fehlgedeutet wird. Eigentlich wäre es die Aufgabe der deutschen Bundesregierung, sich angesichts dieser Strömungen mehr für die Westintegration und die deutsch-amerikanischen Freundschaft einzusetzen – nicht im Sinne eines sklavischen Vasallentums, sondern eines Partner auf Augenhöhe, wie dies in all den Jahren exzellenter transatlantischer Beziehungen (die vor der Einheit für die BRD einst sogar Staatsräson waren!) der Fall war, womit dieses Land immer sehr gut gefahren ist. Leider taten die letzten vier Kanzler das genaue Gegenteil: Nach und nach weckten sie Misstrauen an der Bündnistreue und Loyalität, wobei dieser neu erwachte Eigensinn bei Schröders Verweigerung der “Koalition der Willigen” im Irakkrieg 2003 und teilweise auch noch in Merkels erster Amtszeit durchaus   noch als selbstbewusste Emanzipation Deutschlands respektiert wurde.
Doch unter Scholz und erst recht jetzt bei Merz, mit dem Aufstieg provinzieller und charakterlich völlig ungeeigneter Parvenüs ins höchste Regierungsamt, mit noch unfähigeren Außenministern, wurde die “Kontaktpflege” dann zunehmend unwirscher und führte zu Zerwürfnissen; ein Affront jagt den nächsten – und diese Woche schoss Merz dann den Vogel ab, als er sich mit reichlich unqualifizierten Kommentaren zur verworrenen Lage im Iran-Krieg äußerte – obwohl dieser Kanzler der letzte ist, der hierzu eine dicke Lippe riskieren sollte. Denn nicht nur sich hat die Bundesregierung mit ihrem pseudomoralischen Gouvernantentum schon seit Trumps Amtsantritt in die Bedeutungslosigkeit manövriert, so dass sie in die Planungen der Operation “Epic Fury” bewusst nicht einbezogen wurde; Merz verweigerte auch erbetene Hilfe bei der Minenräumung. Ein auch nur halbwegs taktisch denkender und empathiefähiger Kanzler hätte wissen müssen, dass gerade bei einer Person wie Trump in dieser Situation neunmalkluge despektierliche Einwürfe von der “Seitenlinie” eine Reaktion auslösen würden.

Entfremdungsprozess mit gravierenden Folgen

Und genau so kam es. Mit dem Teilabzug von 5.000 Soldaten ahndet Washington die Dreistigkeit des deutschen Regierungschefs; möglicherweise der nur vorläufige erste Akt eines Entfremdungsprozess mit gravierenden Folgen für Deutschland. Noch ein paar solcher Ausfälle mehr von Merz, und Trump sucht sich einen neuen Stützpunkt statt Ramstein und bricht komplett die Zelte ab. Dann kann Putin wirklich kommen. Dieser Kanzler redet uns um Kopf und Kragen – und setzt eine 80-jährige bewährte Sicherheitsarchitektur aufs Spiel, die unsere Existenzabsicherung darstellt. „Danke, Merz und Klingbeil. Hauptsache, ihr hattet euren Spaß!”, kommentiert Don Alphonso sarkastisch auf X.

Die “Ami go home”-Parolen der Linken waren schon in den 1970er und 1980ern dumm und gefährlich – und sie sind nach wie vor falsch und unbedacht, auch wenn sie zuweilen von AfD-Granden geteilt werden. Denn sollten die stationierten US-Einheiten komplett aus Deutschland abziehen,  wird der Jubel denen, die dieses Szenario beklatschen, im Halse stecken bleiben: Deutschland wird damit faktisch wehrlos gemacht, auch wenn die NATO formal fortbesteht; doch wie brüchig selbst der Fortbestand dieses Bündnisses unter Trump und auch seinen zu erwartenden Nachfolgern ist, zeichnet sich ja bereits ab. Deutschland selbst mit seiner ethnisch und sozial zersplitterten, in Auflösung begriffenen, längst inhomogenen Gesellschaft wird sich nicht verteidigen können; selbst durch die Decke schließende Rüstungsausgaben werden nicht dazu führen, dass dieses Land jemals wehrhafter, schlagkräftiger oder defensiv besser aufgestellt sein wird; es fehlt der Bezug zu Volk und Staat, Nationalbewusstsein wurde verpönt und Opfer bringt hierzulande niemand mehr. Daher werden all die Gelder nur der Rüstungsindustrie die Taschen füllen… und böse Zungen in Berlin mutmaßen längst, dass genau das vermutlich die eigentliche Aufgabe des Kanzlers Friedrich Merz ist: So wie er im Sinne seines Ex-Brötchengebers BlackRock den ukrainischen Staat finanziert, damit dieser seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen kann, so sorgt er für märchenhafte Gewinne der Waffenlobby. Und plötzlich ergibt alles , was derzeit wie nackter Wahnsinn erscheint, einen Sinn. (DM)

79131658c1d9458584f9ec66423e36b3
image_printGerne ausdrucken

Themen