Das israelische Kabarett-Restaurant „Gila & Nancy“ in Berlin schließt nach nur wenigen Monaten wegen anhaltender Anfeindungen und Attacken. Das Lokal am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte, betrieben vom israelischen Starkoch Eyal Shani und seinem Partner Shahar Segal, bot eine Mischung aus feiner Küche, Gastro-Show, Dragqueens und queeren Werten. Es sollte ein Ort der Begegnung, Liebe und Akzeptanz sein – doch es wurde schnell zum Ziel von Judenhass und antiisraelischen Protesten. Wie “Bild“ berichtete, war es bereits vor der Eröffnung zu massiven Problemen gekommen: Zwei geplante Termine im Juni 2025 mussten wegen Demonstrationen von Israel-Hassern und Drohungen abgesagt werden.
Erst im dritten Anlauf öffnete das Restaurant im September 2025 – unter Polizeischutz. Auch danach rissen die Attacken nicht ab. Pro-palästinensische Demonstranten störten den Betrieb wiederholt, Personal wurde belästigt und bedroht, Gäste beschimpft (unter anderem, weil sie Hebräisch sprachen). Der Schaukasten des Restaurants wurde mit roter Flüssigkeit beschmiert. Im Zentrum der Anfeindungen der üblichen Judenhasser von links und rechts stand vor allem Mitbetreiber Shahar Segal, ehemaliger Sprecher einer israelisch-amerikanischen Hilfsorganisation.
“Dauerhaft geschlossen”
Demonstranten warfen ihm und dem Restaurant Beteiligung an einem angeblichen „Völkermord“ vor – eine gängige Propaganda-These im Nahostkonflikt. Der israelische Journalist Elad Simchayoff teilte auf X mit: „Liebe Berliner, es ist euer Verlust. Nachdem das Personal belästigt und bedroht wurde und antiisraelische Demonstranten die Betriebsabläufe wiederholt gestört haben, schließt das Restaurant endgültig.“ Bei Google wird es nun als „dauerhaft geschlossen“ angezeigt.
Der Extremismus-Experte Ahmad Mansour kommentiert: „Wenn ein Ort der Begegnung wegen antisemitischer Anfeindungen schließen muss, dann haben die Täter gewonnen.“ Mitinitiator Roy Raz hatte zuvor betont, dass das Restaurant gegen den „falschen Baum“ angegangen werde und ein Raum für queere Community und Toleranz sein sollte. Die Schließung wird allen Ernstes auch noch als weiterer Erfolg der palästinensischen “Selbstbehauptung” gefeiert, in Wahrheit zeigt er, wie weit der Israel-Hass gerade in Berlin wieder gediehen ist. Das “Gila & Nancy“ ist bereits das dritte jüdische Lokal in der Stadt, das unter diesem Terror und Dauerdruck aufgibt. In allen Fällen konnten die Betreiber die ständigen Bedrohung für sich, ihre Familien und ihr Personal nicht mehr ertragen oder riskieren – zumal die Störungen den normalen Betrieb unmöglich machten. Friedrich Merz vergießt hierüber übrigens keine Tränen – im Gegensatz zu seinen Show-Gedenkauftritten in Synagogen. Aber diesmal geht es ja auch um lebende und keine toten Juden. (TPL)























