Während der anhaltende Krieg gegen Russland die Ukraine belastet, machen sich die von der EU und Deutschland verhätschelten Kleptokraten in Kiew ein angenehmes Leben. Nun sorgt ein schwerer Korruptionsskandal für Unruhe in den höchsten Kreisen der ukrainischen Führung. Die sogenannten Minditsch-Bänder – geheime Tonaufnahmen aus der Wohnung des Geschäftsmanns Timur Minditsch – werfen schwere Vorwürfe gegen enge Vertraute Selenskyjs auf. Minditsch, ein langjähriger Bekannter des Präsidenten und Mitinhaber von „Kvartal 95“, gilt als zentrale Figur in einem mutmaßlichen Erpressungssystem beim staatlichen ernenergieunternehmen Energoatom. NABU und SAPO ermitteln; der Schaden soll bei rund 100 Millionen US-Dollar liegen. Minditsch soll sich derzeit in Israel aufhalten. Die regierungskritische Zeitung “Ukrainskaja Prawda” veröffentlichte kürzlich Auszüge aus den im Sommer 2025 aufgezeichneten Gesprächen. Ein Journalist liest in einem einstündigen Video daraus vor.
Zu den Gesprächspartnern zählen unter anderem – wie die “Berliner Zeitung” berichtet – Serhij Schefir (ehemaliger Berater und Geschäftspartner Selenskyjs), eine Frau namens Natalia (vermutlich mit Bauprojekten der Genossenschaft „Dynastie“ befasst) sowie Rustem Umerov, damaliger Verteidigungsminister und heutiger Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates. In den Aufnahmen geht es um Geldflüsse, Schmiergelder und Einflussnahme. Minditsch diskutiert etwa die Kaution für den ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Oleksij Tschernyschow, der des Amtsmissbrauchs verdächtigt wird und angeblich mehrere Wohnungen „gestohlen“ haben soll. Schefir spricht von Abgeordneten (u. a. Jurij Kisel und Oleksandr Sowa), die angeblich die Hälfte bestimmter Einnahmen abführen sollten – „wenn man in einem Team ist“. Kisel wurde später wegen Bestechung von Abgeordneten für Abstimmungen im Parlament verdächtigt.
Selenskyj schwer belastet
Weitere Gespräche drehen sich um Bauprojekte in der exklusiven „Dynastie“-Genossenschaft bei Kiew, an der hochrangige Politiker wie Selenskyj, Andrij Jermak und andere beteiligt sein sollen; es geht dabei um Schwimmbad, Verputz und Stilllegung des Geländes. Mit Umerov wird über Personalwechsel spekuliert – Umerov soll möglicherweise als Botschafter in die USA, Denys Schmyhal ins Verteidigungsministerium wechseln – sowie über das Rüstungsunternehmen Fire Point, das Großaufträge erhielt, aber angeblich unterfinanziert war. Minditsch scheint selbst von diesen Geschäften profitiert zu haben. Der Skandal belastet Selenskyj schwer. Im Vorjahr versuchte er, die unabhängigen Antikorruptionsbehörden NABU und SAPO der Generalstaatsanwaltschaft zu unterstellen – ein Schritt, der nach Protesten zurückgenommen wurde. Kritiker sehen darin den Versuch, Ermittlungen zu behindern.
Trotz der Enthüllungen sicherte die EU der Ukraine Milliardenkredite (rund 90 Milliarden Euro) zu. Die Bänder werfen grundsätzliche Fragen auf: Ist Korruption im Energiesektor und bei Rüstungsgeschäften systemisch und reicht bis in den engsten Zirkel des Präsidenten? Selenskyj distanziert sich, doch der Druck wächst – innenpolitisch wie international. Die veröffentlichten Teile gelten als Spitze des Eisbergs; weitere Aufnahmen könnten folgen. Ob der Fall Selenskyjs Position jedoch langfristig erschüttern wird, bleibt abzuwarten – denn die unverbrüchliche Nibelungentreue Brüssels und Berlins sieht über alle Schweinereien hinweg… (WF)























