Das also bleibt vom angeblichen einst so großen “Bürgerrechtler” Joachim Gauck übrig: Der ehemalige Chef der Stasi-Unterlagenbehörde und spätere Bundespräsident plädiert inzwischen offen für eine neue SED 2.0 – sogar inklusive der Erben der Mauerschützenpartei. Natürlich geht es dabei um ein Brandmauer-Bündnis der linken Einheitsfront, oder, wie der offenbar völlig geschichtsvergessene Gauck es nennt, einer „Koalition aller Gegner der AfD“. Dass diese explizit auch mit der Linken (!), der einzigen tatsächlich in ihren Forderungen gegen die freiheitlich-demokratsiche Grundordnung gerichteten Partei, gebildet werden soll, zeigt, wie völlig moralisch verwahrlost dieser Dampfplauderer und Ex-Staatsoberhaupt inzwischen ist. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ spricht sich Gauck dafür aus, dass die CDU im Notfall auch mit den Sozialisten zusammenarbeiten sollte, um eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern. Hintergrund dafür, dass auch Gauck die Klammer geht: Sollte die AfD im Herbst in Sachsen-Anhalt oder auch in anderen ostdeutschen Ländern stärkste Kraft werden und sollte ohne Einbeziehung der Linken keine Mehrheit der “Resterampen”-Parteien des “Unsere-Demokratie™”-Lagers möglich sein, dann müsse die Union eben ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der Linkspartei aufgeben.
Im Klartext also: Gauck will, dass die CDU eher mit erklärten Sozialisten, Rechtsnachfolgern der 40-jährigen linken Tyrannei und Antifa-Komplizen koaliert, als endlich die perverse Brandmauer zu der Partei niederzureißen, die all ihre eigenen früheren (und, zumindest dem Unions-Wahlkampfprogrammen nach, auch heutigen) Inhalte und Forderungen vertritt, jedoch in einem kollektiven instrumentalisierten Wahn zur Wiedergängerin der NSDAP stilisiert wird. Die – zumindest politische – Zurechnungsfähigkeit dieses Ex-Bundespräsidenten muss damit klar als nicht mehr vorhanden erkannt werden werden.
Final als Gauckler geoutet
In seinem Anti-AfD-Wahn bramarbasiert Gauck wörtlich: „Wir brauchen dann die große Koalition aller Gegner der AfD, und sie schließt selbstverständlich auch die Linkspartei ein. Die Union wird diese Kröte im Ernstfall schlucken müssen. Sie braucht ja keine Liebeserklärung abzugeben.“ Dies sei eine “pragmatische Notlösung”. Das sagt der Mann, der vor 30 Jahren als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen selbst extrem kritisch zur Linken als SED-Nachfolgepartei stand. Doch die Wahnprojektionen zur AfD haben offenbar auch ihm das Hirn gründlich vernebelt. Da ist es dann umso ironischer, dass Gauck vor einem “schwindenden Vertrauen der Bürger in die demokratischen Institutionen” warnt, gleichzeitig aber eingesteht, dass drei Viertel der Deutschen “mit den Leistungen der Regierenden unzufrieden” seien.
Wie in einer echten Demokratie vorgesehen, werden die Versager abgewählt und die, die bessere Angebote haben, an ihre Stelle gesetzt – aber das gilt natürlich nicht in der “gelenkten”, kuratierten und betreuten Demokratur, die Gauck verinnerlicht hat. Tatsächlich sind die Ostdeutschen, die er mit seinem AfD-Bashing vor allem entmündigen will, im Gegensatz zu ihm politisch hellwach und haben die DDR-Vergangenheit nicht verdrängt; allerdings wird ihnen auch nicht das Leben auf Steuerzahlerkosten mit einem Ehrensold von über 20.000 Euro monatlich, Sonderleistungen und einem kompletten Büro mit eigenem Stab versüßt. Wer in solchen abgehobenen Sphären schwelt, der redet dann eben dummes Zeug. Gauck hat sich damit final als Gauckler geoutet; politisch ist dieser vermeintliche “Dissident”, der sich in Wahrheit mit allen Machtstrukturen opportunistisch arrangiert, nicht mehr ernstzunehmen. (TPL)























