Der bittere Nachgeschmack eines „überwiegend friedlichen“ 1. Mai in Berlin offenbarte sich und er heute vorgestellten Bilanz des gestrigen Feiertags allein in der Hauptstadt: Mindestens zehn verletzte Polizeibeamte, über 60 Festnahmen, rund 50 Strafverfahren, drei brennende Autos in Kreuzberg, ein beschmierter Rettungswagen, 2.050 Feuerwehreinsätze binnen 24 Stunden und mehr als 5.300 Polizeibeamte im Großeinsatz – das war der 1. Mai 2026 in Berlin. Angesichts früherer noch extremerer Auswüchse wird sowas anscheinend schon als unauffällig betrachtet.
Während Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und der Regierende Bürgermeister den Tag dennoch als „überwiegend friedlich“ bezeichnen, klingt das für die verletzten und erschöpften Einsatzkräfte wie blanker Hohn. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) widerspricht dieser Schönrederei deutlich: „Die Entwicklung geht weiter in die richtige Richtung, doch von einem vollständig friedlichen Tag kann keine Rede sein“, erklärte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Flaschenwürfe, Pyrotechnik direkt aus dem Demonstrationszug, aggressive Parolen gegen Beamte am Görlitzer Park – das war die bittere Realität am Abend in Kreuzberg und Neukölln.
Dasselbe Muster seit Jahrzehnten
Rund 10.000 Teilnehmer zogen bei der „Revolutionären 1.-Mai-Demo“ durch die Straßen. Aus dem Zug heraus wurde mehrfach Pyrotechnik gezündet, Gegenstände flogen auf Polizisten, es kam zu Rangeleien und Sachbeschädigungen. Die Nacht in Kreuzberg trübte die sonst vergleichsweise ruhige Bilanz erheblich. Wie Wegner sprach auch die Berliner Polizeiführung offiziell von einem „überwiegend friedlichen Verlauf“ mit Festnahmen im mittleren zweistelligen Bereich – doch die GdP verweist, dass dennoch etliche Kollegen verletzt wurden, darunter bei Widerstandshandlungen.
Dieses Muster wiederholt sich seit Jahrzehnten. Der 1. Mai in Berlin ist für linke und linksextreme Gruppen längst kein reiner Kampftag mehr für Arbeiterrechte, sondern oft eine Bühne für militante Provokationen. Die Berlinerinnen und Berliner haben jedoch einen klaren Anspruch: auf einen durchweg friedlichen 1. Mai – und auf 364 weitere friedliche Tage im Jahr. Ohne linke oder islamistische Gewalt auf den Straßen, ohne zerstörte Autos, ohne verletzte Retter.Der Senat wird diesem Anspruch weiterhin nicht gerecht. Trotz massiven Polizeiaufgebots aus mehreren Bundesländern bleibt der 1. Mai ein Tag, an dem die öffentliche Ordnung nur mit höchstem Aufwand aufrechterhalten werden kann. Die GdP dankt allen Einsatzkräften für ihre „Meisterleistung“, mahnt aber gleichzeitig: „Wir wünschen uns irgendwann einen 1. Mai ohne verletzte Kollegen.“ Bis dahin bleibt die Botschaft klar: Schönreden hilft niemandem – weder den Beamten noch den anständigen Berliner Bürgern, die die Nase gestrichen voll haben vom linksradikalen Dauerzirkus auf ihren Straßen. (TPL)























