Die Schildergröße gibt das reale Bedarfsverhältnis in der deutschen Gegenwartsgesellschaft nicht ansatzweise korrekt wieder... (Symbolbild:Imago)
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Deutschland ohne Deutsche: Doppelt so viele Todesfälle wie Geburten im Saarland

Das immer krassere Geburtendefizit der einheimischen Bevölkerung zeigt sich auch im Saarland: Dort verschärft sich das demographische Ungleichgewicht dramatisch – was im Vergleich zu anderen Bundesländern dort vor allem deshalb ins Gewicht fällt, weil dort so viele Ältere wegsterben, dass es selbst die neu eingewanderte künftige Austauschbevölkerung nicht schafft, bestandssichernd dagegen anzugebären.  Im Jahr 2025 kamen nach Daten des Statistischen Bundesamtes nur 7.341 Kinder im Saarland zur Welt – die wenigsten seit 2014; hleichzeitig starben fast doppelt so viele Menschen, wie Babys geboren wurden. Damit klafft die Lücke zwischen Geburten und Sterbefällen weiter auseinander als in den meisten anderen Jahren. Nur 2022, als die Sterbefälle besonders hoch lagen, war das Defizit noch größer. Bundesweit markierte 2025 sogar das niedrigste Geburtenniveau seit 1946 und das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit.

Die Geburtenzahl sinkt im Saarland bereits das vierte Jahr in Folge. Nach einem vorübergehenden Anstieg während der Coronapandemie 2020/2021 setzt sich der rückläufige Trend fort. Die Diplom-Ökonomin Olga Pötzsch vom Statistischen Bundesamt führt dies vor allem auf zwei Faktoren zurück: Zum einen gibt es immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 18 und 40 Jahren, und die “kleinen” Jahrgänge der 1990er-Jahre bilden heute die potenziellen Mütter.

Sinkende Kinderzahl pro Frau

Zum anderen sinkt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau, wie der “Saarländische Rundfunk” berichtet. Viele entscheiden sich bewusst für weniger oder gar keine Kinder. Die gebärfreudigen Zuwanderer sind im Vergleich zu Ballungsräumen der Großstädte, von denen es im Saarland mit Saarbrücken nur eine einzige gibt, dort zwar im “Stadtbild” deutlich präsent, aber (noch) nicht verbreitet genug, um diesen Effekt überzukompensieren oder auszugleichen.

Wie dennoch überall in Deutschland wenn auch anderswo nicht ganz so gravierend) hat das anhaltend hohe Geburtendefizit auch im Saarland weitreichende Folgen für die Alterung der Gesellschaft im Saarland. Weniger junge Menschen bedeuten langfristig Herausforderungen für Arbeitsmarkt, Sozialsysteme und Infrastruktur. Politische Maßnahmen wie bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bezahlbarer Wohnraum und finanzielle Entlastungen für Familien könnten gegensteuern, bleiben aber bislang ohne durchschlagenden Erfolg. (red.)

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