In seiner ständigen Schulmeisterei des angeblich so faulen, „larmoyanten“, verzogenen und undankbaren eigenen Volkes, gefällt Lügenkanzler Friedrich Merz sich auch darin, dem kritischen Publikum vorzuhalten, wie glücklich man sich angeblich schätzen müsse, in diesem Land zu leben. „Wir können doch alle dem Herrgott dankbar sein, dass wir in einem solchen Land leben, wie der Bundesrepublik Deutschland. Sagen Sie mir mal spontan zwei, drei, vier, fünf Länder, wo es besser ist als in unserem Land! Diesen Grundoptimismus wieder zu haben, zu sagen: Wir leben in einem tollen Land, wir haben große Chancen, wir haben ein paar Probleme, die Probleme lösen wir jetzt!”, faselte er Ende März während eines seiner zahllosen unglücklichen öffentlichen Auftritte.
Ein Blick auf die Statistik seit 1990 zeigt jedoch, dass es, um in Merz` Paradies den Lebensstandard von vor 36 Jahren zu halten, heute das Sechsfache (!) der damaligen Geldmenge bräuchte. 1990 lag das Brutto-Mediangehalt in Deutschland bei 20.280 Euro, heute sind es 48.156 Euro. Für den Lebensstandard, den man sich damals mit rund 20.000 Euro leisten konnte, bräuchte man mittlerweile aber 122.400 Euro brutto! Zudem bleiben einem heute nur noch durchschnittlich 52 Prozent vom Lohn übrig, 1990 waren es ca. 65-70 Prozent.
Keine Rekordeinnahme ist diesem Räuberstaat hoch genug
Zum Erreichen des Netto-Medianschnitt von 1990 müsste man heute also etwa 140.000 Euro brutto verdienen. Eine 2,3-prozentige Lohnerhöhung pro Jahr kommt praktisch einem Lohnrückhang von 3,9 Prozent gleich, da die Geldmenge pro Jahr um 6,2 Prozent erhöht wird. Hochgerechnet auf die Zeit seit 1990 entspricht dies einer Verarmung von ca. 60 Prozent in diesem Zeitraum.
Und die Steuer- und Abgabenlast soll natürlich weiter steigen, weil diesem Räuberstaat keine Rekordeinnahme hoch genug ist, um seine Geldgier zu befriedigen, ohne das Volk etwas davon hätte.
Die Infrastruktur modert weiter vor sich hin, die 500-Milliarden-Schuldenorgie wird vor allem zum Stopfen von Haushaltslöschern verbraten, die linken Parteien wollen die verhasste Schuldenbremse endgültig loswerden, der SPD-nahe „Ökonom“ Marcel Fratzscher überbietet sich jede Woche mit neuen irrenhausreifen Vorschlägen, von denen der neueste lautet, Deutschland solle seine kompletten Goldreserven verkaufen und die Erlöse in Bildung und Infrastruktur stecken – also genau das, was mit den Rekordschulden bereits getan werden sollte, aber nicht getan wird. Das ist das reiche Land, in dem zu leben das laut dem Kanzler schon viel zu lange „über seine Verhältnisse lebende“ Volk sich gefälligst glücklich schätzen soll. Es fallen einem also wohl doch ganz leicht „spontan zwei, drei, vier, fünf Länder, wo es besser ist als in unserem Land“ ein. (TPL)






















