Man vergisst viel zu schnell – Deshalb lohnt es sich, mal zurückzuschauen ins Jahr 1980. Gut, dass die KI in den Archiven graben kann: Damals, 35 Jahre nach dem Krieg, ging es in Deutschland noch richtig bergauf. Die damaligen Probleme Arbeitslosigkeit und Staatsschulden waren im Vergleich zu heute winzig. Arbeit gab es genug. Wer fleißig war und sparsam lebte, konnte sich was aufbauen. Eine kleine Eigentumswohnung, ein Auto und einmal im Jahr Urlaub, das war ganz normal. Vati ging arbeiten, Mutti kümmerte sich um die Kinder und den Haushalt.
Abends saß man noch zusammen. Kein Handy, kein Internet, kein ständiges Gepiepse. Wenn man von der Schicht kam, hatte man wirklich Feierabend. Die Kinder spielten draußen auf der Straße, die Nachbarn kannten sich noch, und wenn man Hilfe brauchte, hat man einfach nebenan geklingelt. Das war echtes Leben. Was die Sachen damals im Laden kosteten: Brot, 1 Kilo: ca. 2,44 DM (rund 1,25 Euro) Butter, 250 Gramm: ca. 2,39 DM (rund 1,22 Euro) Milch, 1 Liter: ca. 1,14 DM (rund 0,58 Euro) Rindfleisch, 1 Kilo: ca. 9,20 DM (rund 4,70 Euro) Bier, 0,5 Liter Flasche: ca. 0,80 bis 1,60 DM (rund 0,41–0,82 Euro). Die Hausfrau ist mit der Einkaufstasche los und hat genau überlegt, was in den Korb kommt. Dennoch wurde jeder Pfennig umgedreht. Beim Tanken wird man ganz wehmühtig; Normalbenzin: ca. 1,15 DM der Liter (rund 0,59 Euro) Super: ca. 1,20 DM (rund 0,61 Euro). Das Auto war kein Luxus für Reiche. Damit fuhr Vati zur Arbeit und im Sommer ging’s mit dem vollgepackten Opel Ascona oder VW Golf über die Alpen nach Italien. Kühltasche hinten, Zelt im Kofferraum, Kinder auf der Rückbank und ab ging’s.
Man hat einfach gelebt.
Ein normaler VW Golf Basis kostete 1980 etwa 10.955 DM (rund 5.600 Euro). Ein Industriearbeiter ging mit rund 2.000 bis 2.200 DM netto nach Hause. Das Auto war eine große Anschaffung, klar. Aber mit Sparen und einem normalen Arbeiterlohn war sie machbar. Kein Wahnsinn wie heute. Opel Ascona, Ford Taunus oder Audi 80 – alles noch in Reichweite für viele fleißige Leute. Essengehen war auch kein Luxus: Ein ordentliches Schnitzel mit Pommes oder Braten mit Kartoffelklößen und Salat in der Gaststätte kostete 12 bis 16 DM (rund 6 bis 8 Euro). Man hat sich hingesetzt, gegessen und war satt. Ohne großes Tamtam. Keiner hat den Teller fotografiert, es gab keine Diskussionen um Gluten, Halal, Bio oder vegan. Man hat einfach gelebt.
Ja, um 1980 herum war die gute alte Zeit. Man hat gearbeitet, gespart und etwas erreicht. Eine Arbeiterfamilie konnte von einem normalen Lohn leben. Das Auto stand vor der Tür, die Miete war bezahlbar und im Sommer gab’s Urlaub. Das Leben war einfacher, ruhiger und überschaubarer. Heute haben wir viel mehr Technik, viel mehr Kram und trotzdem sind wir dauernd frustriert, weil uns irgendwas fehlt. Vor allem haben viele das Gefühl, dass uns das Geld durch die Finger rinnt. Früher hatte der normale Arbeiter noch das Gefühl: Wenn ich anpacke, komme ich voran! 1980 war vieles besser, weil das Leben noch echt war. Weil man noch gespürt hat, wofür man arbeitet. Und weil am Ende des Monats oft noch was übrig blieb für die Familie. Und vorallem: Wir waren nicht politisch. Niemanden interessierte, wer welche Partei wählte.






















