Die konstant hohen Umfragewerte für die AfD in Bund und Ländern und die jüngsten Wahlerfolge bringen das politisch-mediale Kartell zur Verzweiflung. Mit allen Mitteln versucht es, der Partei irgendetwas am Zeug zu flicken. Neben den obligatorischen, ebenso unsinnigen wie abgedroschenen Nazi-Vorwürfen, die längst nicht mehr ziehen und aufgebauschten Skandalen um die Beschäftigung von Verwandten durch AfD-Politiker, versucht man es auch gerne mit vermeintlichen Insidern, die die Partei wegen der angeblich so schlimmen inneren Zustände verlassen wollen. Die tut nun auch die ARD mit der neuen „Dokumentation“ „AfD Inside“, die diese Woche ausgestrahlt wurde und wieder einmal spektakuläre Einblicke in das Innenleben der Partei versprach, diesmal, was den Umgang mit Kritikern aus den eigenen Reihen betrifft.
Heraus kam wieder nur das übliche Geraune über Menschen, die sich angeblich nicht vor die Kamera getraut hätten, um offen von ihren Erfahrungen zu berichten. Ein Beschwerdebrief des baden-württembergischen Landesverbandes vom März wird bemüht, in dem die mangelnde innerparteiliche Demokratie beklagt wird. Als mutige Kronzeugin wird Karin Pütz inszeniert, die ehemalige Vorsitzende der Landesschatzmeisterkonferenz der AfD in Baden-Württemberg und Mitverfasserin des Briefes. Der Landesverband wolle sie aus der Partei werfen, wogegen sie sich jedoch wehre. „Nach außen stellt man sich hin, als sei man offen und rede über alles und wir sind demokratisch, aber innerparteilich läuft das anders ab“, behauptet sie. Es sei zunehmend autoritärer geworden: „Sag nichts mehr! Kritisier nicht mehr!“, heiße es, die Partei wirke „sektenartig“. Menschen, mit denen sie früher reden konnte, hätten sich binnen zwei Jahren verändert. Die ständige Agitation in den sozialen Medien durch die AfD sei „eine unfassbare Hetze“. Dies ist natürlich Wasser auf die Mühlen des für die Dokumentation verantwortlichen SWR.
Offenbar Whistleblower und U-Boote vor der Kamera
Es wird auch auf eine „umfangreiche Datenanalyse“ verwiesen, in der der Trierer Kommunikationswissenschaftler Pascal Jürgens insgesamt 17.000 Beiträge führender AfD-Politiker in den sozialen Medien aufgelistet und mit den Grundrechten des Grundgesetzes abgeglichen habe. Die Beiträge stammten unter anderem von Alice Weidel, Markus Frohnmaier oder Jan Bollinger. Jürgens erwartungsgemäßer und wohl auch erwünschter Befund lautet: Die AfD differenziere systematisch, wem Grundrechte zustünden und wem nicht. Im Zentrum der Anfeindungen seien Migranten und alle, die aus Sicht der AfD als politisch links eingestuft würden, von Journalisten bis hin zu Politikern. Dies ist „Wissenschaft“ nach dem Geschmack des Verfassungsschutzes und seiner lächerlichen „Gutachten“. Jürgens hat natürlich genau das gefunden, worauf er sein Auswertungsprogramm ausgerichtet hat.
Es gibt also nichts Neues bei der ARD. Zum x-ten Mal wird die AfD als gefährliche, undemokratische, rechtsextreme und verfassungsfeindliche Partei dargestellt, die in- und externe Kritiker nach Kräften einschüchtert. In Warheit gibt es in keiner anderen Partei so offen zur Schau gestellte Differenzen und Flügelkämpfe, die auch nicht mit dem üblichen verlogenen Geschwafel übertüncht, sondern ausgetragen werden – nicht selten zum eigenen Nachteil. Es steht zumindest zu vermuten, dass vermeintliche Whistleblower wie Pütz, die sich „mutig“ vor die Kamera stellt, um den Medien zu erzählen, was sie hören wollen, gezielt eingeschleuste Provokateure sind, die zum medienstrategisch passenden Zeitpunkt ihren Austritt zelebrieren und dann mit sensationellen und natürlich besorgniserregenden Enthüllungen über das aufwarten, was ihnen in der AfD angeblich Schlimmes widerfahren ist. Dies ist eine altbewährte Strategie, die natürlich auch und gerade bei einer Partei zum Einsatz kommt, die dem Machtkartell so gefährlich geworden ist, wie keine andere. Dies muss immer mitbedacht werden, wenn solche Reportagen unters Volk gebracht werden. (TPL)























