Ausgeschlagene Chance auf diplomatischen Coup: Schröder und Putin (Foto:Imago)
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Gerhard Schröder als Vermittler? Verantwortungslose Bundesregierung und Kriegstreiber-Lobby lehnt Putin-Vorstoß natürlich ab

Wer noch irgendwelche Beweise brauchte, dass die deutsche Bundesregierung ebenso wie die gesamte EU-Nomenklatur an einer Beendigung des Ukrainekrieges und an einer diplomatischen Lösung überhaupt nicht interessiert ist, der hat sie jetzt schwarz auf weiß: Die Merz-Koalition  lehnt Putins Vorschlag, eine Vermittlungslösung mit Gerhard Schröder zu suchen, brüsk und öffentlich ab und man fragt sich, wie borniert, gemeingefährlich und plump sich die deutschen von dieser verrückt gewordenen politischen Klasse weiter in Richtung des offenkundig herbeigesehnten Großkonflikts mit Russland hineintreiben lassen wollen.

Die Zurückweisung des Vorschlags des russischen Präsidenten, Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg einzusetzen, wird dabei wieder einmal mit dem Vorwand abgetan, es handele sich um ein “weiteres Scheinangebot“, das “in die bekannte hybride Strategie Russlands” passe. Eine “echte Verhandlungsoption” sei nicht erkennbar, da Moskau “seine Maximalforderungen nicht verändert habe”. Man kann einmal mehr nur konstatieren: Hätten zu irgendeinem Zeitpunkt der Geschichte solche Akteure das Sagen gehabt wie die Stümper von Berlin und die waffenlobbygestützten deutschen und europäischen nibelungentreuen Verbündeten – besser: Komplizen – des korrupten Selenskyj-Regimes, dann wäre es niemals nirgendwo zu irgendeiner Friedenslösung gekommen. Statt Gräben zu überwinden, vertieft man sie und verweigert jede noch so zaghafte Annäherungsoption.

Privilegierte Kanal ungenutzt

Putin hatte den 82-jährigen Schröder am 9. Mai 2026 nach der Siegesparade in Moskau ins Spiel gebracht und kryptisch erklärt, die „Ukraine-Angelegenheit“ neige sich dem Ende zu. Zwar sei eine friedliche Lösung primär Sache Russlands und der Ukraine, doch sei er für jede Hilfe dankbar. Von europäischer Seite könne er sich Schröder als Unterhändler vorstellen – mehr noch als jeden anderen europäischen Politiker. Die USA hätten sich bereits um Vermittlung bemüht, nun solle auch die europäische Seite wieder einbezogen werden. Schröder und Putin sind seit vielen Jahren persönlich eng verbunden und eigentlich müsste Deutschland sich über diesen privilegierten Kanal glücklich schätzen. Der ehemalige SPD-Kanzler hat nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 noch Gespräche mit Putin in Moskau geführt, die jedoch ergebnislos blieben – auch, weil Schröder von seinen einstigen Genossen und Nachfolgern maximal angefeindet und diskreditiert wurde. Bis heute steht wegen seiner Aufsichtsratsmandate bei russischen Energiekonzernen wie Rosneft und Gazprom in der Kritik.

Ende Januar 2026 hatte er in einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“ den russischen Angriffskrieg zwar als völkerrechtswidrig verurteilt, sich aber gleichzeitig gegen eine „Dämonisierung Russlands als ewiger Feind“ gewandt und für eine Wiederaufnahme russischer Energielieferungen plädiert. Diese klugen und besonnen Positionen hatten vor allem in den baltischen Staaten scharfe Reaktionen ausgelöst, die natürlich sofort Rückendeckung der linksgrünen Kriegstreiberfraktion in Deutschland fanden. Der estnische Außenminister Margus Tsahkna nannte Schröders Äußerungen „schlichtweg entsetzlich“ und warf ihm vor, Europa spalten zu wollen, um den Druck auf Russland zu mindern. So denken inzwischen auch die von allen guten Geistern verlassen deutschen Politiker von ihm. Wenn es irgendwann zum großen Knall kommt, wissen wir, wem wir das zu verdanken haben. (TPL)

 

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