Doch keinen Bock auf Einberufung...? Zu spät! (Symbolbild:Wikicommons)
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Keine Lust auf Krieg? Einfach 250 Euro zahlen…

Unsere „Make love, no war“-Demonstranten zeigen dem Krieg den Stinkefinger – indem sie tausendfach den Bundeswehr-Fragebogen verweigern. Auf der Straße rufen sie noch laut „Nie wieder Krieg“ und schwenken ihre Friedensfahnen. Zu Hause im Briefkasten landet derweil ein Fragebogen der Bundeswehr.

Und plötzlich herrscht Stille. Tausende junge Männer lassen das Formular ungelesen liegen oder werfen es direkt in den Müll. Der Pazifismus beginnt genau dort, wo er konkret wird.

Der Staat vermisst euch für den Sarg

Körpergröße, Gewicht, Fitness, Motivation – alles wird penibel abgefragt. Nicht für den nächsten Betriebsausflug, sondern für den echten Ernstfall. Die Daten sind wichtig. Schließlich soll im Krieg nicht nur die Uniform perfekt passen, sondern auch der Sarg in der richtigen Größe bereitstehen. Deutschland plant wieder mit Menschen als Material. Brutal? Ja. Aber genau so läuft es.

Bislang wurden bereits rund 200.000 Fragebögen an den Geburtsjahrgang 2008 verschickt. Insgesamt erwartet der Staat für diesen Jahrgang rund 350.000 junge Männer, die 2026 18 Jahre alt werden.

250 Euro – und raus bist du?

Viele denken offenbar ganz pragmatisch: Ich zahle einfach die 250 Euro Bußgeld und bin fein raus. Einberufung abgeschüttelt, Pazifismus bezahlt, weiter Joint rauchen und „Nie wieder Krieg“ posten. Minister Pistorius (SPD) setzt erst auf sanfte Mahnungen, dann auf die Rechnung. 250 Euro statt der möglichen 1000 Euro – man will die jungen Männer ja nicht gleich vergrätzen.

Aber die entscheidende Frage bleibt: War’s das dann wirklich? Oder kommt irgendwann nachts der tarngrüne kostenlose Abholservice mit der großen Aufschrift Feldjäger vor die Tür?

Make love, not war – bis die Feldjäger klingeln

Früher hieß es „Make love, no war“. Heute heißt es: Füllen Sie fristgerecht aus – oder zahlen Sie. Und morgen vielleicht: Mitkommen, bitte. Der Staat braucht wieder Kanonenfutter.

Willkommen in der neuen deutschen Realität. Der Pazifismus kostet plötzlich 250 Euro – und vielleicht später noch deutlich mehr.

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