Alkohol künftig nur noch in schwer zugänglichen "Headshops"? (Symbolbild:Imago)
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Marburger Bund fordert faktisches Alkohol-Verkaufsverbot – aber mRNA-Impfplörre und freies Cannabis sind natürlich kein Problem

Das Einzige, was in Deutschland noch reibungslos funktioniert, ist die ewige Bevormundungs- und Verbotssucht. Der Ärzteverband Marburger Bund, der die Corona-Experimentalimpfung vorbehaltlos unterstützte und für eine berufsgruppenbezogene Impfpflicht eintrat, hat keine anderen Sorgen, als nun die weitere Regulierung des Alkoholkonsums zu fordern. Auf seiner Hauptversammlung in Hannover stellte er nun den Plan vor, Supermärkten, Kiosken oder Tankstellen, den Verlauf von hochprozentigem Alkohol zu verbieten und diesen auf lizenzierte Verkaufsstellen, sogenannten „Alkoholshops“ zu beschränken. Damit würde man besonders junge Menschen besser schützen, da der Alkoholkonsum zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland gehöre. Früh etablierte Konsummuster würden das Risiko für spätere Abhängigkeitserkrankungen steigern und auch soziale sowie gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

Auch die Pläne des Familienministeriums, das begleitete Trinken für Jugendliche ab 14 Jahren abzuschaffen, wird vom Marburger Bund unterstützt. Dafür verweist er auf internationale Studien, wonach höhere Altersgrenzen und strengere Verkaufsregeln den Alkoholkonsum angeblich insgesamt senken. Außerdem befürwortet der Verband Aufklärungskampagnen, die Stärkung von Suchtprävention an Schulen, den Ausbau niedrigschwelliger Beratungsangebote und die Förderung wissenschaftlicher Forschung umfassen.

Weitere Kriminalisierung eines kulturträchtigen Genussmittels

Damit setzt sich die Kriminalisierung von Alkohol als Genuss – und Lebensmittel mit einer jahrtausendealten europäischen Anbaukultur – vor allem bei Bier und Wein – fort, während gleichzeitig  die Aufweichung und Verbreitung von realen Drogen zunimmt: Während Cannabis legalisiert wurde und zu immer mehr Kiffern und Einsteigern in andere Süchte führt, arbeitet man sich lieber am Alkohol ab. Ärztefunktionäre werfen sich zu Wächtern der Volksgesundheit auf und wollen wieder einmal die „Jugend“ schützen, deren Wohlergehen angeblich die größte Sorge der Politik ist. Während man sie während des Corona-Wahns jahrelang von Verwandten und Freunden fernhielt, ihnen ebenso sinnlose wie schädliche Gesichtsmasken aufzwang und ihnen psychologische Schäden zufügte, deren Folgen ihren gesamten Entwicklungsweg negativ beeinflussen, will man ihnen nun die Nutzung sozialer Meden verbieten und bläst Alkohol wieder einmal zur Großgefahr auf, obwohl der Konsum unter Jugendlichen ohnehin seit Jahren zurückgeht.

Der Marburger Bund wäre besser beraten, das kollabierende Gesundheitssystem zu thematisieren, anstatt sich als Jugendschützer aufzuspielen. Aber auch für diese Apparatschiks ist es einfacher, irgendwelche Verbote zu fordern, als sich mit den wahren Problemen des Landes zu befassen. (TPL)

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