Nachdem kürzlich bekannt gegeben wurde, in welcher verheerenden finanziellen Situation sich die Kommunen in Nordrhein-Westphalen befinden, folgte umgehend der nächste Tiefschlag: Immer mehr Schüler in dem besagten Bundesland verlassen die Lehranstalten ohne jeglichen Abschluss. Dennoch scheint der Glaube tief verwurzelt zu sein, dass die Fachkräfte aus den Wüsten- und Krisenregionen den Karren schon noch aus dem Dreck ziehen werden. Überraschung: Immer mehr Schulabgänger ohne deutschen Pass können keinen Abschluss vorweisen, wobei der nächste Weg einmal mehr direkt zum Sozialamt führt. Betroffen sind davon Gymnasien, Real- und Hauptschulen gleichermaßen. Experten und Politik seien laut IT.NRW „zunehmend beschäftigt“, wenn es um die neusten Zahlen geht: Von 178.135 Schulabgängern im letzten Jahr erreichten an den allgemeinbildenden Schulen 7.430 Jugendliche keinen Abschluss, was 4,2 Prozent an den Gesamtzahlen entspricht. 2015 lag der Anteil noch bei 2,2 Prozent.
Wie nicht anders zu erwarten gibt es gravierende Unterschiede, was die Nationalität betrifft: So lagt die Quote bei deutschen Schülern lediglich bei ebenfalls 2,2 Prozent, bei ausländischen Jugendlichen jedoch bei 15,3 Prozent. Besonders hervor tun sich die Zuwanderer aus der Ukraine, bei denen 38 Prozent die Schule ohne gültiges Papier verlassen. Zeitweise wurden bis zu 40.0000 ukrainische Kinder und Jugendliche in der Erstförderung unterrichtet, momentan sind es 84.000 Teilnehmer, welche die deutsche Sprache erlernen und die soziale Eingliederung erfahren. Die Zuwanderer aus Syrien rangieren auf Platz zwei.
Integration soll der Schlüssel sein…
Das NRW-Schulministerium will die Ursachen für die Entwicklungen inzwischen erkannt haben: „Die steigende Zahl der Schulabgänge ohne Ersten Schulabschluss ist vor allem eine Folge der starken Zuwanderung der vergangenen Jahre“, erklärte ein Sprecher. Als ein Grund für die Misere werden die fehlenden Deutschkenntnisse genannt. Außerdem verlassen viele die Schule altersbedingt wieder, bevor ein Abschluss überhaupt möglich sei. Den Mangel an Fleiß und dem Willen zu Integration könnte man ergänzend hinzufügen. Hinzu kommt ein jetziges Schulsystem, das in seinem bisherigen System völlig versagt, weil es die Guten nach unten zieht und den Schwachen und Dummen viel zu viele Freiräume gewährt.
Wie immer sieht man den Schlüssel in der Integration, um damit auch in Zukunft eine Eselsmühe aufzuwenden. Bildungsprofessor Klaus Klemm aus Essen forderte beispielsweise noch mehr Integrationskurse, weitere Sozialarbeiter und kleinere Klassen. Zudem sieht er einen Nachholbedarf bei der frühkindlichen Förderung und den Sprachtests vor der Einschulung. Sozial schwache Familien gelte es noch mehr in den Blick zu nehmen. All das würde aber weitere Ressourcen kosten. Dass Klemm SPD-Mitglied ist, sei hierbei nicht nur am Rande so erwähnt.























