Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Woche wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Damit kann sie zeitlich befristete Empfehlungen an Staaten, etwa zu Überwachung, Kontaktverfolgung, Infektionsschutz, Reisen oder Grenzmaßnahmen, aussprechen. Offiziell sind diese Empfehlungen rechtlich nicht bindend, de facto handelt es sich aber um Anordnungen, die kein Land -und schon gar nicht arme Länder- ungestraft ignorieren oder missachten können. Alle drei Monate werden sie überprüft, und wenn es nach der WHO geht, sollen ihre Machtbefugnisse durch einen neuen „Pandemievertrag“ endgültig quasi-diktatorisch werden.
Als Pandemie schätzt die WHO den Ebola-Ausbruch einstweilen noch nicht ein. Ein solcher Notstand wäre dann die höchste Stufe weltweiter Alarmierung. Man erwartet jedoch einen weiteren Anstieg der Erkrankungen. Die „Zeit“ stellt die bange Frage, warum es gegen den aktuell grassierenden Bundibugyo-Stamm des Ebolavirus eigentlich noch keinen Impfstoff gebe, wie gegen die Zaire-Variante? Internationale Gesundheitsbehörden und Forschungseinrichtungen würden zwar seit Jahren an entsprechenden Vakzinen arbeiten, bislang fehle jedoch eine breite Datengrundlage, weil frühere Ausbrüche vergleichsweise selten gewesen seien. Dies ist bezeichnend für die seit Corona herrschende Impfgläubigkeit. Man schreit nach immer neuen Vakzinen, fragt aber gar nicht danach, warum eigentlich, gerade in Afrika noch immer jeden Tag Tausende von Menschen an Krankheiten wie Malaria oder Tuberkulose sterben. Der Grund dafür ist vor allem Mangelernährung und dadurch geschwächte Immunsysteme.
Im Hintergrund bestimmt sowieso Big Pharma
Im Zusammenhang mit der medial geschürten Hantavirus-Panik hat der der britische Arzt David Bell darauf hingewiesen, dass viele deshalb der Malaria zum Opfer fallen, weil sie nicht schnell genug Zugang zu wirksamen und relativ kostengünstigen Behandlungsmöglichkeiten erhielten. Er schätzt, dass sich dies durch den Pandemiewahn der WHO und ihrer größtenteils privaten Geldgeber, vor allem der Gates-Stiftung, noch verschlimmern wird, da weitere Milliarden in die Bekämpfung potentieller „Pandemien“ gesteckt würden, die für die Bekämpfung wirklicher Krankheiten fehlen würden.
Tatsächlich ist es längst die Pharmaindustrie, die bestimmt, welche Krankheiten angegangen werden – und das natürlich nach rein monetären Gesichtspunkten. Die Entwicklung von Vakzinen für relativ seltene Viren, die dann von den Medien und interessierten Kreisen zu Großgefahren aufgeblasen werden, ist wesentlich lukrativer, als sich mit den Ursachen für wirkliche Gefahren wie Tuberkulose oder Malaria zu befassen. Es sei „eine riesige globale Gesundheitsindustrie entstanden, in der private Investoren die Prioritäten festlegen, die Steuerzahler den Großteil der Kosten tragen und die Bevölkerung zu Märkten geworden ist“, so Bell. Das Ergebnis sei „nicht nur Angst und Verwirrung, sondern ein massives institutionelles Versagen, das es zulässt, dass eine große Zahl von Kindern unbeachtet stirbt, während Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens als Medienstars Schutzanzüge tragen“. Das ist die eigentliche Tragödie hinter all den „Gesundheitsnotständen“ und „Pandemie-Verträgen“: Krankheitsursachen wie Hunger und Mangelernährung werden ignoriert oder zumindest nicht mit der erforderlichen Entschlossenheit angegangen, während Phantomprobleme erfunden werden, die man dann mit Abermilliarden bekämpft, die vor allem in die Kassen der Pharmamafia und dubioser „Philanthropen“ fließen. (AS)























