Es gibt ja bei den analfixierten Nazis das Gerücht, dass die Linken einfach alles Riesenarschlöcher wären, die ständig auf der Klo hocken würden, um dort ihren, nach verrottender Ideologie stinkenden, politischen Unrat, absondern zu können.
Dazu gibt es jetzt gleich zwei neue Annekdoten aus der verstopften Toilette des Paulanergartens:
Heidi Reichinnek (Die Linke) hat kürzlich in einem Video oder Statement zum Beispiel über ihre studentischen Nebenjobs gesprochen und dabei ein Erlebnis bei H&M erwähnt. Sie war dort bei einer Inventur und wurde früher fertig als geplant. Bevor sie Feierabend machen wollte, ging sie nochmal kurz auf die Toilette – dafür sollte sie sich aber erst austragen (also ausstempeln), damit die Zeit nicht bezahlt wird. Ein Vorgesetzter habe das so verlangt.
Das stand für die zartbesaitete Dame dann natürlich für „Ausbeutung“ im Kapitalismus.
Übrigens: Seit 1983 gab es die Arbeitsstättenverordnung, die bei gemischtgeschlechtlicher Belegschaft getrennte Toiletten vorschreibt. 1984/85 war das also kein Novum.
Außerdem: Es gab bereits viele weibliche technische Zeichnerinnen in den 1980er Jahren. Der Beruf war nicht „männlich dominiert“ in dem Maße, dass Toiletten ein Massenproblem gewesen wären.
Der wahrscheinlicherer Grund: Ihr erweiterter Hauptschulabschluss reichte wohl nicht aus – viele Stellen bevorzugten Realschulabsolventen mit besseren Noten. Bas selbst hat in ihrer eigenen Website nur von „keinem Ausbildungsplatz gefunden“ gesprochen, ohne die Toiletten-Details immer zu nennen.
Aber es spielt wohl keine große Rolle, ob das Schauermärchen oder Realsatire ist, traurig sind diese Geschichten allemal und man sollte Mitleid mit diesen beiden armen Geschöpfen haben.
So sehr vom Kapitalismus gebeutelt, muss man einfach Sozialist werden. Rot Front und dann die Spülung betätigen!
Zu Reichinneks dramatischer Lebenserfahrung noch ein Kommentar von Ben Brechtken:
Ein beliebtes Denkmuster bei Sozialisten ist es, die Realität im Kapitalismus nicht mit anderen Realitäten, sondern mit ihrer himmlischen Utopie zu vergleichen. Also mit einer Welt, in der die Achtstundenwoche existiert, niemand mehr körperlich arbeiten muss und alle inflationsbereinigte Millionäre werden, indem sie sich gegenseitig klassenkämpferische Prosa vorlesen. Heidi Reichinnek bekam mal eine Toilettenpause nicht bezahlt, deswegen trat sie in die Partei ein, die in der DDR dafür verantwortlich war, dass Näherinnen stundenlang auf ihre Toilettenpause warten mussten. Die sozialistische Denklogik in ihrer ganzen Pracht. Die Anführerin der umbenannten SED sollte, ginge es ihr ernsthaft um das Wohl der Arbeiter, darauf hoffen, dass ihr politisches Engagement für den Sozialismus weiter oppositioneller Natur bleibt.























