Nullchecker und Vollversager: Kai Wegner (Foto:Shutterstock)
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Wo Wegner auftaucht, klappt nix mehr: Berliner Zoll während Razzia beklaut

Angesichts seines spätestens durch sein schändliches Totalversagen während des Stromausfalls im Januar endgültig zerstörten Rufes, hielt es Kai Wegner, der Regierende Totalausfall von Berlin, für geboten, sich im Wahlkampf medienwirksam als tatkräftiger Bekämpfer der weithin außer Kontrolle geratenen Kriminalität im Shithole an der Spree zu inszenieren. Aber nicht einmal das gelang, ohne dass dabei eine weitere haarsträubende Peinlichkeit herauskam. In der Nacht von Freitag auf Samstag führten Polizei, Zoll, Ordnungsamt und Jobcenter eine Razzia in einem Shisha-Bedarfsladen, einem Automaten-Casino und weiteren Lokalen durch, wobei sie auf mutmaßliche Steuerverstöße, illegale Waren und Hinweise auf Sozialbetrug stießen. Wegner nahm -demonstrativ mit einer schusssicheren Weste ausstaffiert, als würde er Truppen in den Kampf führen-, an der Aktion teil. Doch noch bevor sie begann, wurde aus einem verschlossenen PKW der Zollfahndung ein Rucksack gestohlen! Darin sollen sich private und dienstliche Gegenstände, unter anderem ein Quittungsblock, befunden haben. Ob darunter auch ein sogenannter Token zur dienstlichen Authentifizierung war, wurde von einem Polizeisprecher weder bestätigt noch dementiert. Nun wird wegen besonders schweren Diebstahls ermittelt.

Dass in Berlin sogar schon die Polizei bestohlen wird, während sie sich auf eine Großrazzia vorbereitet, könnte gar nicht symbolträchtiger sein und wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf die jeder Beschreibung spottenden Zustände in dieser Stadt – und dass dies auch noch ausgerechnet dann geschah, als Wegner höchstpersönlich einmal Handlungsfähigkeit- und wille simulieren wollte, rundet das Bild perfekt ab. Am Ende blieb ihm nur das Absondern zuvor zurechtgelegter Phrasen: „Der Rechtsstaat ist stark und wehrt sich“, und „Organisierte Kriminalität, Banden, Clans – wir lassen da nicht nach“, verkündete er. Wie dies in der Praxis aussieht, zeigte sich zeitgleich mit der Razzia: In Kreuzberg wurde am Freitag ein Mann niedergeschossen, in Berlin-Mitte wurde ein Türke von einer Kugel ins Bein getroffen.

“Crime as a service”

Mindestens die letztere Tat gehört zu den mittlerweile kriegsartigen Auseinandersetzungen, die sich türkische und kurdische Gangsterbanden seit zwei Jahren auf den Straßen der Hauptstadt liefern. Diese erinnern immer mehr an das Chicago Al Capones. Auf offener Straße schießen die Mitglieder sich ohne Rücksicht auf Zivilisten nieder und bewerfen sich mit Handgranaten. Allein 2025 gab es über 500 Schüsse! „Die zögern keine Sekunde, Schusswaffen einzusetzen oder Sprengsätze. Die haben keine Hemmungen“, erklärte Manuel Ostermann, der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). „Wenn jemand 1000 Euro dafür bietet, dass jemand eine Handgranate in ein Schaufenster wirft, wird sich auf kurz oder lang jemand finden. Wir leben im Zeitalter von crime as a service“, sagte Benjamin Jendro, der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

So sieht also Wegners “wehrhafter Rechtstaat” aus. Während er selbst völlig überflüssigerweise und mit kugelsicherer Weste an einer Razzia gegen irgendwelche Lokale teilnimmt, um sein Gesicht in den Medien zu platzieren, herrscht auf den Straßen seiner Stadt die nackte Gewalt. Für Wegner wurde dieser Tag zu einem weiteren Desaster, und die sorgfältig geplante PR-Aktion erreichte das Gegenteil ihres Ziels, unterstrich sie doch nur, dass seiner Regierung die Kontrolle über die Straßen längst entglitten ist.

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