Lauf, Lügner, lauf! (Foto: Grok)
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Wüst oder Söder: Gerüchte über Kanzlerwechsel – Merz sieht rot

Bei Friedrich Merz liegen die Nerven endgültig blank. In der Bevölkerung hat er jeden Rückhalt verloren, die SPD treibt ihn nach Belieben vor sich her und auch in seiner CDU gilt er nach knapp über einem Jahr im Amt als Kanzler auf Abruf. Aus Parteikreisen hat man nun Gedankenspiele über seine Ablösung durch den 20 Jahre jüngeren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst gestreut. Dies ließ bei Merz die letzten Sicherungen durchbrennen. Aus seinem Umfeld ließ er verbreiten, seine Ersetzung durch  Wüst sei eine „naive Idee“, die von einer „gefährlichen Lust an der Zündelei“ zeugen würde, außerdem eine „wüste Spekulation“, die von einer „bemerkenswerten Unkenntnis der Verfassung und der politischen Realität“ zeuge. Es sei „immer einfacher, über Personal zu quatschen, als sich ernsthaft mit den Einkommensteuersätzen oder der Pflegereform zu beschäftigen“. Mehr noch: Die Stabilität im Bundestag sei gefährdet, was angesichts der Weltkrisen „doppelt fahrlässig“ sei, und wer solche Spekulationen anstelle, betreibe das Geschäft der AfD und raube der politischen Mitte die Autorität.

Merz ließ also schwere Geschütze auffahren und sieht sich mittlerweile selbst als letztes Bollwerk der politischen Mitte und Garant für die Lösung der Weltkrisen. Natürlich durfte auch der obligatorische Verweis auf die AfD nicht fehlen, deren Geschäft betreibe, wer über seine Ablöse nachdenke. Man kann davon ausgehen, dass diese Tiraden mit ausdrücklicher Billigung, wenn nicht auf direkte Anweisung von Merz verbreitet wurden.

Mangel an Souveränität

Damit zeigt er erneut seinen Mangel an Souveränität, aber auch, dass er die eigene Partei verloren hat, die er ohnehin nie richtig im Griff hatte. Zu einer rationalen Kommunikation ist er offenbar gar nicht mehr fähig, sondern flüchtet sich in hochgestochene Phrasen und die Illusion seiner eigenen Bedeutung. Dass er überhaupt derart maßlos auf bloße Spekulationen reagiert zeigt, wie unsicher er geworden ist.

Allerdings wäre eine Kanzlerschaft Wüsts, egal ob in absehbarer Zeit oder in ein paar Jahren, ein weiteres Desaster für Deutschland. Wüst ist ein Merkelianer, der in Nordrhein-Westfalen mit den Grünen koaliert und das Gleiche im Bund anstrebt. An ein Ende der Brandmauer und damit eine Rückkehr zur Vernunft ist mit ihm nicht zu denken. Die SPD würde durch die noch verrückteren und fanatischeren Grünen ersetzt, was dem Land endgültig den Todesstoß versetzen würde, wie die Ampel-Katastrophe eindeutig gezeigt hat. So oder so ist die CDU also nicht bereit, endlich wirkliche staatsbürgerliche Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit der AfD den seit Jahren in fast allen Wahlen bekundeten Wählerwillen nach einer Mitte-Rechts-Regierung umzusetzen. Sie hat nichts als immer neue linke Koalitionen zu bieten, in denen sie sich für ein Regierungsposten zum Lakaien von SPD oder Grünen macht. Das Land geht unter dieser opportunistischen Feigheit inzwischen zugrunde. (TPL)

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