In patriotischen Kreisen haben tatsächlich einzelne Leute nach der Wahl von Wolfgang Kubicki als neuer Chef der FDP einen Hoffnungsschimmer (trotz Kampfansage einer Kriegsherrin) am Ende des politischen Tunnel entdeckt. Hoffentlich wurden sie dabei von ihren Wünschen nicht geblendet. Denn die FDP hat lediglich für die etablierten Parteien die Rolle des BSW übernommen, um die AfD von der Macht fernzuhalten (das hat ja auch in Thüringen, Brandenburg und Sachsen ganz gut geklappt).
Es läuft wie beim BSW der selbe Medienhype um den neuen Retter der Nation, Wolfang Kubicki. Tatsächlich soll er nur die Wähler als Lückenfüller aufsammeln, die sich berechtigterweise angewidert von der Merz-CDU abwenden, denen die AfD aber immer noch zu radikal ist.
So wäre die AfD in absehbarer Zeit über die 30 Prozent gekommen – und das muss unbedingt verhindert werden, alleine schon wegen der Sperrminorität.
Allerdings hat die Wahl von Kubicki (knapp 60 Prozent) gegen Dame Strack-Zimmermann (um die 40 Prozent) eins gezeigt: Die FDP wird genauso wie die CDU im Lagerkampf gespalten werden – und dann zwischen Rechts und Links keine Rolle mehr spielen.
Julian Reichelt hat aber noch Hoffnung:
An diesem Wochenende wird Friedrich Merz von seiner eigenen Großmäuligkeit eingeholt werden: Wolfgang Kubicki wird der Union drei bis vier Punkte abnehmen und sie unter zwanzig Prozent schicken. Mark my words.
Andere sind da etwas skeptischer.
Max Stirner schreibt:
Der Mann, der immer verlässlich für das Gegenteil dessen stimmte, was er vorher sagte, hat gegen die Frau, zu der mir nur Dinge einfallen, die mir eine Geldstrafe einbringen würden, gewonnen. Gratuliere.
Frank Steppat schreibt:
Kubicki auf dem FDP Parteitag unter großem Applaus: „Dass es immer noch Meldeportale für Äußerungen gibt, die unterhalb der Strafbarkeitsgrenze liegen, ist ein Skandal.“ Während Franziska Brandmann, Chefin des umstrittenen Melde- und Abmahnportals „So Done“, heute zur Beisitzerin im FDP-Bundesvorstand gewählt wurde, wettert der neue Vorsitzende nur Stunden später gegen genau solche Plattformen. Die FDP ist: SO DONE … for me.
Roland Tichy schreibt:
Hach, was soll ma noch sagen zur FDP? Nichts ist so klein, dass man es nicht noch halbieren könnte. Der linke Kriegsflügel führt ein eigenblebne, und der gewählte Vorsitzende Wolfgang Kubicki biedert sich bei schwarz-grün an. Gibt es jemanden, der das braucht?
Stefan Homburg schreibt:
Strack-Zimmermanns Arglist, erst auf dem Parteitag anzutreten, hätte 𝕏 früher brennen lassen. Das passierte nicht. Niemand braucht eine „Freiheitspartei”, die für Medizinerimpfpflicht, Selbstbestimmungsgesetz, Verbrennerverbot und Heizungsgesetz steht.
Hintergrund: Mit Guido Westerwelle erreichte die @fdp bei der Bundestagswahl 14,6% der Stimmen. Ich werde ihm nie vergessen, dass er Merkel daran hinderte, uns in den Libyenkrieg zu verstricken.
Posterboy Christian Lindner ließ zu, dass Leute wie Buschmann, Wissing, Kuhle oder Vogel aus der FDP eine zweite grüne Partei machten. Das war ihr Begräbnis, und daran wird @KubickiWo nichts änderen können, der meist anders abstimmt als er redet.
Dass Kubicki mit 59% recht knapp gegen die extreme Kriegstreiberin @MAStrackZi gewann, besiegelt das Schicksal der FDP, weil es zeigt, dass diese Partei nicht nur für Unfreiheit und Ökowahn steht, sondern auch den Bellizismus der Grünen kopiert.
Filipp Piatov schreibt:
►Ich halte den FDP-Parteitag für ein ziemliches Desaster für alle außer Strack-Zimmermann.
►Kubicki hat nicht nur ca. 40% der Delegierten gegen sich, sondern diese 40% fühlen sich nun bestärkt, weiter für ihren eher links-liberalen Kurs zu streiten. Die Kubicki-FDP, die für Liberal-Konservative aus Union und AfD wählbar werden soll, gibt es aktuell nicht.
►Der neue GS Martin Hagen steht nach der MASZ-Rede nun als Spalter da – wäre bei einem 90/10-Ergebnis verkraftbar, bei 60/40 ist das extrem unvorteilhaft.
►Insgesamt hat das Team Kubicki wenig strategische Voraussicht bewiesen (und das bei einem Parteitag – Wahlkämpfe werden viel anspruchsvoller). Es wäre wohl klüger gewesen, Henning Höne im Wahlkampf zu halten und so eine MASZ-Kandidatur zu verhindern.
►Nun steht auch Höne (immerhin NRW-Chef 11 Monate vor der NRW Wahl) schlecht dar: MASZ hat sein Hin-und-Her vor den Delegierten massiv kritisiert und dafür viel Applaus geerntet.
►Wie geht es weiter? Wahrscheinlich mit massiver interner Opposition gegen Kubicki. Eine >5% mit mehreren sehr unterschiedlichen Flügeln wird den Wählern schwer zu vermitteln sein.
Deutscher Patriot schreibt:
Jan A. Karon schreibt:
Seitdem Wolfgang Kubicki seine Kandidatur für den FDP-Parteivorsitz erklärt hat, denke ich daran, dass Wolfgang Kubicki einst gesagt (und als Zitat freigegeben) hat, er wolle nicht aus Schleswig-Holstein nach Berlin ziehen – aus Angst, in der Hauptstadt zum »Trinker und Hurenbock« zu werden. Es war das erste Mal, dass ich, fernab von Schulhof-Beleidigungen, über die tiefere Bedeutung des Wortes »Hurenbock« nachgedacht habe.
Anabel Schunke schreibt:
Weil ich doch ein paar Mal gefragt wurde, was ich zu Wolfgang Kubicki als neuen Parteivorsitzenden der FDP sage:
Die FDP ist tot. Wer jetzt wieder Hoffnung in die FDP setzt, ist in meinen Augen genauso ein Dulli, wie die, die immer noch der Meinung sind, dass es mit der durch der SPD maximal erpressbaren Brandmauer-CDU noch irgendwie besser wird. Und wenn die FDP jetzt tatsächlich doch wieder erstarkt, dann nicht, weil die Partei wieder etwas für liberale Menschen zu bieten hat, sondern weil die Deutschen einfach kolossale Lemminge sind.
Wer in 2026 immer noch glaubt, dass all die Parteien, die uns so fundamental mit Migration, Wokismus, Schlachtung unserer sozialen Sicherungssysteme und Vernichtung der deutschen Wirtschaft, jetzt doch irgendwie unsere Probleme lösen werden, hat sie nicht mehr alle. Was nicht heißt, dass ich weite Teile der AfD nicht auch für durchgescheppert und unfähig halte. Aber es braucht eben Disruption in diesem vor sich hin verwesenden Parteiensystem, das jede Gesellschaft früher oder später in eine Kakistokratie verwandeln würde.
Die FDP ist von linksliberalen unterwandert. Noch schlimmer als die CDU. Daran kann auch Wolfgang Kubicki nichts ändern, der zwar gute Takes raushaut, aber sich dann im Bundestag wieder brav enthält oder sogar dafür stimmt.
Neverforgetniki schreibt:
Fast 41% haben für Strack-Zimmermann als Chefin der FDP gestimmt.
Man kann also sagen: Fast jeder zweite FDPler ist in Wahrheit ein Gegner der Freiheit.
Diese Partei kommt nie wieder über 5%. Kubicki sollte den Laden dicht machen!
Gerhard Papke schreibt:
Kubicki sagt der „Rheinischen Post“, für ihn stehe fest: „Ich werde keine Regierung mit AfD-Beteiligung wählen oder unterstützen“. – Warum sollten dann 800.000 frühere FDP-Wähler zurückkehren, die bei der Bundestagswahl zur AfD gegangen sind? So wird das nichts mehr mit der FDP!
…
Eins ist auf jeden Fall klar: Sollte Kubicki sich für Links entscheiden, oder von Strack-Zimmermann unter Druck gesetzt werden, wird es jenseits der Brandmauer noch enger werden und noch strenger riechen.























