Schuld am Drohnen-Einschlag in Rumänien war wohl wieder mal die Ukraine – aber Hauptsache Eskalation und Kriegsgeschrei…

In der Nacht zum 29. Mai 2026 schlug eine Drohne in ein Wohnhaus im rumänischen Grenzort Galați ein. Zwei Menschen wurden verletzt, ein Feuer brach aus. Der Vorfall löste sofort internationale Empörung aus: Rumänien, NATO und EU machten Russland verantwortlich. Bukarest bestellte den russischen Botschafter ein, wies den Konsul in Constanța aus und schloss das Konsulat. Präsident Nicușor Dan sprach vom „schwersten Sicherheitsvorfall“ seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Rumänischen und NATO-Angaben zufolge sollte es es sich um eine russische Geran-2-Drohne (iranisches Shahed-Design) handeln, die während eines nächtlichen Angriffs auf ukrainische Ziele nahe Reni in den rumänischen Luftraum eindrang. Der rumänische Präsident Nicușor Dan erklärte später, die Drohne sei wahrscheinlich von ukrainischer Flugabwehr getroffen worden, habe dadurch ihre Flugbahn geändert und sei ins rumänische Gebiet abgedriftet. Dennoch bleibe die „volle Verantwortung“ bei Russland, da der Angriff auf die Ukraine der Auslöser gewesen sei. Die Drohne habe etwa 30 Kilogramm Sprengstoff getragen.

Russland hatte die Vorwürfe von Beginn an entschieden zurückgewiesen. Präsident Wladimir Putin forderte die Übergabe der Trümmer zur unabhängigen Untersuchung und deutete an, es könne sich um eine ukrainische Drohne handeln, die vom Kurs abgekommen sei – ein Muster, das er auch bei früheren Vorfällen in Polen, Finnland oder dem Baltikum sah. Moskau betonte, ohne forensische Analyse sei keine sichere Herkunftsbestimmung möglich. Aufgrund des verantwortungslosen und wahnsinnigen Kappens jeglicher Gesprächskanäle nach Russland beteiligte sich natürlich auch wieder prompt die fahrlässigste, antidiplomatischste unfähigste Bundesregierung aller Zeiten sogleich an den wilden Anschuldigungen, um Öl ins Feuer zu gießen. Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte prompt: Der Vorfall zeige „einmal mehr Russlands Bereitschaft zur Eskalation“. Deutschland stehe fest an der Seite der NATO-Verbündeten und sei bereit, „jeden Zentimeter“ des Bündnisgebiets zu verteidigen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sicherte Rumänien volle Unterstützung und den Ausbau der Luftverteidigung zu. Auch die EU verurteilte den Zwischenfall scharf. Dabei wusste niemand Näheres, was eigentlich hinter dem Vorfall stand.

Nächste Falschbezichtigung Russlands?

Es ist dasselbe Spiel seit Jahren: Ob Drohnensichtungen unbekannter Herkunft über allen mögliche deutschen Flughäfen und Firmen, hinter denen natürlich – bis heute völlig belegfrei – Russland stecken sollte, oder ob die angebliche russische Funkfeuer-Sabotage eines EU-Flugzeug mit Uschi von der Leyen an Bord, die sich später als Hoax entpuppte: Um das Märchen vom angriffslustigen und gegen die NATO kriegswütigen Kremls zu bedienen, ist den Propagandisten des “Wertewestens“ kein Mittel mehr zu plump. Mit Erfolg setzt man anscheinend auf die Vergesslichkeit der Bevölkerung, die sich jedes Mal aufs Neue ins Bockshorn jagen lässt. Dabei fragen Kritiker längst, ob die schnellen Schuldzuweisungen und Bündniserklärungen vor Abschluss einer unabhängigen Untersuchung wirklich so klug sind. Denn Fehlschüsse oder Kollateralschäden durch Abwehrsysteme sind in einem intensiven Konflikt kaum zu vermeiden.

Ob die Ablenkung der Drohne durch ukrainische Abwehr absichtlich oder unabsichtlich geschah, bleibt unklar – offizielle Stellen sprechen von einer „kinetischen“ Beeinflussung. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art; Trümmer russischer wie ukrainischer Drohnen landeten bereits mehrfach auf NATO-Gebiet. Der Zwischenfall in Galați zeigt, wie fragil die Lage an der rumänisch-ukrainischen Grenze ist und wie schnell ein lokaler Unfall zu internationaler Eskalationsrhetorik führen kann. Rumänien betont, nicht im Krieg mit Russland zu stehen, bleibt aber ein entschiedener Unterstützer der Ukraine. Der Vorfall dürfte die Debatte über eine stärkere NATO-Präsenz im Schwarzen Meer und verbesserte Luftverteidigung weiter anheizen. Eine transparente, faktenbasierte Aufklärung der Trümmer ist nun entscheidend, um Spekulationen und gegenseitige Vorwürfe einzudämmen. Ändern wird freilich selbst eine Überführung der nächsten Falschbezichtigung Russlands an der Eskalationspolitik des Westens nichts – so wie auch im Fall Nord Stream, wo die Ukraine als wahrer Verantwortlicher nicht nur nicht zur Rechenschaft gezogen wird, sondern mit noch mehr Milliardengeschenken zugeschmissen wird. (TPL)