Trump stoppt den Windkraft-Wahnsinn – unter Berufung auf nationale Sicherheit

Von so etwas kann man in Deutschland nur träumen: Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat den Ausbau der Windkraft an Land massiv ausgebremst. Das Verteidigungsministerium (Pentagon) verzögert oder blockiert derzeit die Genehmigungen für rund 165 Onshore-Windprojekte auf privatem Grund und Boden. Dies stellt eine deutliche Ausweitung der bisherigen Maßnahmen gegen Windenergie dar. Hintergrund ist die routinemäßige Prüfung, ob Windturbinen militärische Radarsysteme oder Flug-routen stören könnten. Normalerweise werden solche Bewertungen schnell abgeschlossen – oft innerhalb weniger Tage. Entwickler zahlen in der Regel einen Beitrag für die Anpassung der Radarfilter. Seit August 2025 bleiben jedoch viele Anträge unbearbeitet: Besprechungen werden abgesagt, Mitteilungen bleiben aus, und selbst Projekte fernab militärischer Einrichtungen sind betroffen. Laut der American Clean Power Association (ACP) handelt es sich um Projekte mit einer potenziellen Gesamtleistung von etwa 30 Gigawatt.

Betroffen sind nicht nur Vorhaben in der finalen Genehmigungsphase, sondern auch solche in Verhandlungen und solche, die früher als unproblematisch galten. In Briefen an die Projektentwickler im April 2026 kündigte das Pentagon eine umfassende Überprüfung der Verfahren im Hinblick auf nationale Sicherheitsaspekte an. Diese Schritte passen in Trumps langjährige Kritik an Windkraft. Er bezeichnet Windräder wiederholt als teuer, unzuverlässig und landschaftszerstörend.

Überfällige Gegenwehr

Bereits in seiner ersten Amtszeit wurden Offshore-Projekte pausiert, Leasing-Verträge gegen Investitionen in fossile Energien aufgelöst (z. B. Deals mit TotalEnergies) und Genehmigungsprozesse auf Bundesland erschwert. Einige dieser Maßnahmen scheiterten vor Gericht, weshalb die Regierung nun verstärkt auf das Verteidigungsministerium setzt. Kritiker aus der Windbranche sprechen von beispiellosen Eingriffen in private Eigentumsrechte. Jason Grumet von der ACP betonte, dass es schwer mit konservativen Prinzipien vereinbar sei, privaten Landbesitzern wirtschaftliche Nutzung zu verweigern. Umweltorganisationen wie das NRDC sehen darin eine Eskalation zu „extremeren Methoden“, nachdem frühere Versuche gerichtlich gestoppt wurden.

Befürworter der Maßnahmen verweisen hingegen auf reale Risiken für die Radarüberwachung, Netzstabilität und die Priorität zuverlässiger Energieversorgung. In Zeiten geopolitischer Spannungen und steigenden Strombedarfs (u. a. durch KI und Elektrifizierung) gewinnen Versorgungssicherheit und Resilienz an Bedeutung.Die Entwicklung zeigt, wie stark Energiepolitik unter Trump auf nationale Sicherheit und praktische Verfügbarkeit ausgerichtet ist. Ob die Blockaden langfristig halten oder vor Gerichten gekippt werden, bleibt abzuwarten. Für die US-Windbranche bedeutet dies jedoch vorerst einen schweren Rückschlag. (JS)