Russland greift uns gleich an drei Fronten an: “Bild“ schiebt mal wieder bizarre Panik
Die angebliche Gefahr eines russischen Angriffs auf Deutschland und Europa gehört – neben der „Klimakrise“, der Angst vor angeblich ständig drohenden „Pandemien“ und der Rückkehr der Nazis in Form der AfD – längst zu den Standardphrasen, mit denen das politisch-mediale Kartell die Bevölkerung in Dauerangst halten will. Dies zieht jedoch immer weniger, so wie auch immer mehr Menschen nicht mehr einsehen, dass dem hochkorrupten Selenskyj-Regime immer neue Milliarden deutschen Steuergeldes zugeschanzt werden, während Deutschland kollabiert.
Vor diesem Hintergrund hielt man es bei „Bild“ nun wieder einmal für geboten, „Experten“ vor der angeblichen russischen Bedrohung warnen zu lassen – diesmal für die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Diese könnte Putin „langfristig einkesseln“, orakelt „Bild“ und lässt sich vom Historiker Jan C. Behrends von der Viadrina-Universität, der sich „mit autoritären Regimen, Propaganda und Gesellschaften im postsowjetischen Raum“ beschäftigt, bestätigen, das Baltikum sei „für Putin aus historischen und geografischen Gründen relevant“ und der Kreml betrachte sie als sein „rechtmäßiges Einflussgebiet“.
Der 65 Kilometer breite Suwalki-Korridor zwischen Litauen und Polen sei die zentrale Schwachstelle für den Westen. „Kriegstreiber Wladimir Putin könnte diese Verbindung kappen und seinen Einfluss ausbauen“, raunt „Bild“. Der österreichische Militäranalyst Franz-Stefan Gady meint, für das Abschneiden des Baltikums bedürfe es gar keiner physischen Invasion, da russische Truppen den Suwalki-Korridor nicht einmal besetzen müssten. Ferngesteuerte Minen, Drohnen und Raketenartillerie würden ausreichen, um die Region unter Feuerkontrolle zu nehmen“. Damit wäre die Region isoliert, „ohne dass ein russischer Soldat die Grenze überschreitet“. Der estnische Sicherheitsexperte Erkki Koort hält einen militärischen Angriff aktuell noch für unwahrscheinlich, weil die russische Armee derzeit in der Ukraine gebunden sei. Allerdings erhöhe die russische Armee immer dann das Ausmaß hybrider Angriffe, wenn sie an der Front schlecht dastehe.
„Der Russe kommt!“
Behrends glaubt nicht, dass Russland die Hoheit über die Ostsee erlangen wird. Spätestens seit der Aufnahme von Schweden und Finnland in die NATO gehe es um die Dominanz in der Ostsee. Russland habe nur noch um St. Petersburg und in Kaliningrad freien Zugang zum Meer. „Aber: In der russischen Exklave sind schon jetzt Raketen stationiert, die auch Berlin erreichen könnten“, ergänzt „Bild“. Außerdem gebe es im Baltikum auch noch die estnische Stadt Narwa an der russischen Grenze mit überwiegend russischsprachiger Bevölkerung. Putin sehe die Region als „russisches Land“, so Behrends. Eine militärische Bedrohung durch Russland werde hier insbesondere dann entstehen, „wenn es in der Ukraine einen Waffenstillstand geben sollte. Denn dann würden dort mehrere Hunderttausend russische Soldaten frei, „die der Kreml an anderer Stelle einsetzen könnte“.
Im Klartext: bloß kein Waffenstillstand in der Ukraine, denn sonst sucht der Russe sich sofort das nächste Ziel.
Dass die russische Armee seit fast viereinhalb Jahren in der Ukraine feststeckt und ihre Geländegewinne nur unter enormen Verlusten erreicht, dass auch in Russland der Rückhalt für die Fortsetzung des Krieges nachlässt und weder die Eliten noch die Bevölkerung sich kaum sofort in den nächsten Konflikt treiben lassen werden, zu dem Russland auch ökonomisch kaum in der Lage wäre, spielt hier keine Rolle. Man fabuliert unverdrossen immer neue Angriffsszenarien herbei, damit das Feindbild auch bei einem Ende des Ukraine-Krieges bloß nicht ins Wanken kommt. Wenn es in der Ukraine nicht klappt, greift man eben an mehreren Zielen gleichzeitig an, die noch viel weiter wegliegen, und noch dazu auf NATO-Gebiet, womit man dann endgültig einen Nuklearkrieg heraufbeschwören würde. „Bild“ zieht hier alle Register der Volksverdummung, damit sich bloß niemand einbildet, es könne je wieder ein normales Verhältnis zu Russland geben, auf das gerade Deutschland angewiesen wäre. Glücklicherweise durchschauen auch bei diesem Thema immer mehr Menschen die Absicht hinter solchen Ammenmärchen. (TPL)