Das Beispiel der US-Studentin Taryn Thomas zeigt, dass es – wenn auch viel zu selten – doch noch geschieht, sich der linken Gehirnwäsche zu entziehen und sich von Fakten in seiner aufoktroyierten Haltung zum Besseren beeinflussen zu lassen. Die 21-jährige Thomas war das typische Produkt der Elitenschmiede in den USA. An der Universität Stanford im ultrawoken Musterland Kalifornien übernahm sie voll und ganz und völlig unkritisch die allgegenwärtigen „pro-palästinensischen“, in Wahrheit antisemitischen Parolen – bis sie im Oktober 2024 die „Nova Exhibition“ besuchte, die den Angriff der Hamas auf das Nova-Musikfestival dokumentiert. Die Konfrontation mit dem bestialischen Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 öffnete ihr die Augen darüber, welchen Propagandalügen sie aufgesessen war. Widerwärtige, von Judenhass zerfressende Hetz-Antisemiten, die es hierzulande leider selbst in den freien Medien leider gibt (auch Jouwatch hatte einem wohlcamouflierten Vertreter dieses Abschaums leider lange eine Plattform gegeben) sind von einer solchen beachtlichen Selbstkritik- und Einsichtsfähigkeit leider Lichtjahre entfernt.
Dem britischen Sender „GB News“ erklärte sie, alles, was ich jemals gesagt habe, sei ihr „einfach unecht“ vorgekommen. „Durch die Distanz, die Stanford bietet, mussten wir uns dem Blutvergießen nie nähern und es vor unseren Augen sehen. Mir wurde klar, wie grauenvoll es war“. Der gefährlichste Absolvent sei „genau derjenige, der nie in der Lage war, seine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen. Sie werden unsere nächsten Politiker sein, sie werden unsere nächsten Führungskräfte sein, und leider brauchen wir Menschen, die in der Lage sind, gegen den Strom zu schwimmen“. Auf der Ausstellung habe sie halbfertige Abschiedsnachrichten und letzte Liebesbekundungen an die Eltern, Kinder in ihrem Alter tanzen und um ihr Leben rennen sehen.
Kollabiertes Weltbild
Ihre erste Begegnung mit der palästinensischen Bewegung habe sie gehabt, als sie sich mit 16 Jahren der Black-Lives-Matter-Bewegung anschloss, so Thomas. Auf deren Demonstrationen habe es palästinensische Flaggen gegeben. Nach den Angriffen vom 7. Oktober sei ihre Wahrnehmung des Nahostkonflikts von antiisraelischer Propaganda und Unterstützung für die Hamas geprägt gewesen. Bereits eine Woche, bevor israelische Soldaten überhaupt in den Gazastreifen einmarschiert seien, habe die Universität Stanford bereits ein „Stop the Genocide“-Camp veranstaltet.
Thomas war sogar eines der bekannten Gesichter der israelfeindlichen Bewegung auf dem Campus. Nach dem 7. Oktober 2023 stieg sie in die Führungsebene auf. „Schon am 8. Oktober stand für alle fest, dass in Gaza ein Völkermord stattfindet“, v. Professoren, Dozenten, Kommilitonen – niemand habe gezweifelt. Thomas trug das Palästinensertuch Kufiya, schlief im Protestcamp, organisierte Megafon-Demos und war felsenfest davon überzeugt, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Im Juni 2024 wurde gewaltsam das Büro des Universitätspräsidenten von Stanford besetzt und Parolen wie „Death to Israel“ und „Death to America“ an den Wänden hinterlassen. „Es ging längst nicht mehr um die Palästinenser. Die waren nur noch Nebensache. Wir richteten uns gegen den gesamten Westen und wurden zu einer Art politischer Sekte“, so Thomas. Die Ausstellung über das Hamas-Massaker hatte sie eigentlich nur deshalb besucht, um sich über die vermeintliche „zionistische Propaganda“ amüsieren. Doch die unzensierten Bilder der abgeschlachteten Festivalbesucher, die letzten, verzweifelten WhatsApp-Nachrichten an ihre Familien und die nackte Angst der Fliehenden ließen ihr Weltbild kollabieren. Besonders tief traf sie die Tonaufnahme eines Hamas-Terroristen, der seinen Vater aus Israel anrief, um stolz zu prahlen, wie viele Juden er gerade eigenhändig ermordet hatte – während der Vater am Telefon vor Glück weinte.
Geläutert nach Israel-Reise
Thomas reiste daraufhin nach Israel, wo sie prompt Zeugin eines iranischen Raketenangriffs wurde. „Noch vor Kurzem hatte ich gefordert, dass Israel komplett entwaffnet wird. Und in diesem Moment betete ich darum, dass Israels Raketenabwehr mein Leben schützt“, beschrieb sie ihren Gesinnungswandel. Als sie nach ihrer Rückkehr in die USA ein Foto aus Israel postete, bekam sie den Hass und die Intoleranz ihrer alten Freunde mit voller Härte zu spüren: Langjährige Freunde brachen von heute auf morgen den Kontakt zu ihr ab, sie wurde als „Genozid-Unterstützerin“ beschimpft, öffentlich diffamiert und bedroht, niemand interessierte sich für das, was sie gesehen hatte. Zuflucht fand sie dann bei jüdischen Studenten in Stanford. „Sie wussten genau, wer ich war. Sie kannten meine lautstarken Anti-Israel-Parolen. Und trotzdem reichten sie mir die Hand, diskutierten auf Augenhöhe mit mir und luden mich zum Schabbat-Essen ein“, so Thomas weiter. Im Mai 2026 war sie in London, diesmal als Unterstützerin der Nova-Ausstellung. „Ich bin keine Jüdin. Ich bin Afroamerikanerin. Aber in Israel habe ich Dinge begriffen, vor denen ich vorher die Augen verschlossen habe. Und genau deshalb kann und werde ich jetzt nicht mehr schweigen“, erklärte sie einem Reporter.
Dies zeigt, mit welcher Selbstverständlichkeit an westlichen Universitäten der Hass auf Israel verbreitet wird. In Deutschland sind die Zustände ebenso schlimm und werden durch die millionenfache Einwanderung von Muslimen noch verschärft. Leider gibt es viel zu wenige, die es schaffen, sich aus dieser Blase zu befreien und durch den Kontakt mit der Realität zur Vernunft kommen. Der Antisemitismus ist fundamentaler Bestandteil der links-woken Sekte geworden, wie auch das Beispiel der Klimairren Greta Thunberg zeigt. Taryn Thomas zeigt immerhin, dass man sich dieser Propaganda entziehen kann, wenn man die Offenheit mitbringt, sich auch die andere Seite mit echtem Erkenntnisinteresse anzusehen. (JS)























