Die EU-Nomenklatura will zwar den Verbrennermotor abschaffen und dem ganzen Kontinent die unseligen Elektroautos aufzwingen, die kaum jemand will, die EU-Kommissare stöhnen jedoch selbst unter der Dysfunktionalität dieser Vehikel. Denn auf ihren vielen Fahrten zwischen Brüssel und Straßburg müssen ihre E-Dienstkarossen regelmäßig an einer Raststätte in Luxemburg zum Laden halten, da die Batterien die 440 Kilometer lange Strecke nicht schaffen. Die 128 Fahrzeuge umfassende Flotte soll bis 2027 vollständig emissionsfrei sein. Nach Angaben eines Kommissionssprechers sind mittlerweile rund 80 Prozent der Fahrzeuge elektrisch. Die Freude darüber hält sich bei den Nutzern jedoch in Grenzen, wie Mitarbeiter aus mehreren Kommissarskabinetten gegenüber „Politico“ berichteten. Denn die rund fünfstündige Fahrt wird durch den Ladestopp noch weiter verlängert. Große BMW-Modelle würden sich für Langstrecken ohne Zwischenladen nur „bedingt eignen“, sagte ein Beamter. Die Ladestopps würden besonders nach langen Plenarwochen stören, wenn die Kommissare spätabends möglichst schnell zurück nach Brüssel wollten. Die Alternative zum Ladestopp bestehe darin, auf der Autobahn besonders langsam zu fahren, um den Akku zu schonen – aber auch das funktioniere nicht wirklich, weil die Fahrt sich dann auf bis zu sieben Stunden verlängere.
Bahnverbindung keine Option
Der Zug nach Straßburg werde gemieden, weil unterwegs mitunter vertrauliche Telefonate geführt werden müssten. Der ungarische Kommissar Olivér Várhelyi ist bereits dazu übergegangen, mit seinem Team in einem Kleinbus nach Straßburg zu reisen. Das Problem sei bereits zu Jahresbeginn in einer Sitzung der Kommissare angesprochen worden, als ein Kommissar sich über die Unannehmlichkeiten der Elektroautos beschwert habe. Daraufhin sei er an den für die Verwaltung zuständigen Haushaltskommissar Piotr Serafin verwiesen worden. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der Architektin des „Green Deals“, bleiben die Mühen ihrer Kommissarsriege übrigens erspart. Sie lässt sich in einem Wagen mit Verbrennermotor durch die Lande kutschieren, da ihr Gefährt aus Sicherheitsgründen gepanzert sein muss und ein geeignetes gepanzertes Elektromodell derzeit angeblich -und praktischerweise- nicht zur Verfügung steht.
Auch diese Posse bestätigt wieder einmal die abgrundtiefe Verlogenheit der Eurokraten: Ganz Europa soll gezwungen werden, auf E-Autos umzusteigen, obwohl sie selbst am besten wissen, dass diese völlig unzuverlässig, für lange Strecken vollends ungeeignet sind und nichts als unnötigen Aufwand verursachen. Und als Gipfel des Ganzen reist die Frau Präsidentin mit einem Wagen, der von einem Motor angetrieben wird, den sie lieber heute als morgen abschaffen will. Es ist der Gipfel der Idiotie und Dummdreistigkeit, der sich hier offenbart. (TPL)























