Die Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs dieses Jahr verläuft, ganz passend zu dieser supranationalen undemokratischen Organisation, weitgehend im Verborgenen. Eine der prominentesten Kandidatinnen ist Michelle Bachelet Jeria, ehemalige chilenische Präsidentin und UN-Hochkommissarin für Menschenrechte (2018–2022). Nominiert von Brasilien und Mexiko (Chile zog seine Unterstützung zurück), positioniert sie sich als erfahrene Führungspersönlichkeit für eine reformierte, handlungsfähige UN. Bachelet, die erste Frau an der Spitze Chiles, hat eine lange Karriere in der Linken: Als Präsidentin (2006–2010 und 2014–2018) trieb sie Reformen in Gesundheit, Bildung und Frauenrechten voran. In der UN leitete sie zuvor UN Women und später das Hochkommissariat für Menschenrechte
Ihre ultralinke ”Vision” betont Präventivdiplomatie, Effizienz und die Umsetzung der Agenda 2030 mit Schwerpunkten auf Geschlechtergleichstellung, Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung. Kritiker sehen in ihr jedoch einen Brandbeschleuniger radikaler Agenden. Als Hochkommissarin verurteilte sie das US-Urteil Dobbs (2022) scharf und erklärte, Zugang zu sicherer Abtreibung sei „fest im internationalen Menschenrechtsrecht verankert“ – eine Position, die konservative Kreise als Übergriff auf nationale Souveränität kritisieren. US-Republikaner forderten ein Veto gegen ihre Kandidatur und warfen ihr vor, eine „extreme Abtreibungsagenda“ zu priorisieren.
Westen und Israel pfui, linke Diktaturen hui
Auch ihr Umgang mit autoritären Regimen wird hinterfragt: Während sie Venezuela besuchte und Berichte zu Menschenrechtsverletzungen veröffentlichte (extrajudizielle Tötungen, politische Inhaftierungen), kritisierten Organisationen wie UN Watch ihre selektive Schwerpunktsetzung: Harte Worte kamen von ihr immer nur gegen westliche Demokratien oder Israel, keine oder äußerst zurückhaltende bei linken Regimen.
Sogar Chile unter Präsident José Antonio Kast (rechts) entzog ihr die Unterstützung und nannte ihre Kandidatur „nicht tragfähig“ – ein Signal anhaltender politischer Spaltung in ihrem Heimatland. Bachelet setzt dennoch auf Rückhalt aus Lateinamerika und betont in Hearings Multilateralismus und Frauenrechte. Der UN-Sicherheitsrat entscheidet letztlich – mit Vetorecht der ständigen Mitglieder (USA, UK, Frankreich u. a.). Die Debatte offenbart tiefe Gräben: Für die einen steht Bachelet für Fortschritt und Inklusion, für die anderen für eine weitere Politisierung der UN zulasten nationaler Souveränität, Elternrechte und Lebensschutz. Wenn diese Persin die erste Frau an der UN-Spitze wird, wird die UN noch polarisierter und einseitiger wahrgeommen. Die Wahl wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie viel Einfluss sollen internationale Bürokratien auf nationale Gesetze zu Abtreibung, Gender und Erziehung haben? Die Entscheidung fällt nicht nur über eine Person, sondern über die künftige Ausrichtung der Vereinten Nationen in einer polarisierten Welt. Klar ist nur: Besser als Annalena Baerbock ist Bachelet Jeria sie allemal. (TPL)























