Jedes Bekenntnis zu Israel ist in Europa inzwischen lebensgefährlich oder führt zumindest zur sozialen Ächtung (Symbolbild:Shutterstock)
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Unfassbare Schande: Israel-Sympathisanten aus Berliner Café geworfen

Während man jeden Tag Jagd auf imaginäre Nazis macht und sich ständig rühmt, wie weit man die Nazi-Zeit hinter sich gelassen hat, ist der Antisemitismus in Deutschland längst wieder zu einer Alltagserscheinung geworden. Am Samstag fand in Berlin wieder eine offiziell „pro-palästinensische“, in Wahrheit aber israel-feindliche Demonstration statt. Als die Gäste des Cafés „Espresso House“ am Potsdamer Platz dagegen mit einer israelischen Flagge protestierten, wurden sie nicht nur von Demonstranten angegriffen, sondern vom italienischen Besitzer des Cafés auch noch hinausgeworfen! Die beiden Frauen und ein Mann benötigten schließlich sogar Polizeischutz vor dem hasserfüllten Straßenmob.

Nikolas Niebuhr, der Geschäftsführer von „Espresso House“, behauptet, der Mann und eine der Frauen hätten im Café angeblich lautstark Parolen gerufen, als die Demo vorbeigezogen sei. Gäste hätten sich davon gestört gefühlt und darüber beschwert. „Wir wollen nicht Teil einer Demo sein. Wir wollen einfach nur Kaffee verkaufen“, so Niebuhr. Die Schilderung ist allerdings mehr als fragwürdig – denn dass sich Israelsympathisanten, womöglich Juden, angesichts eines aggressiven islamistisch-linksextremen Mobs auf Provokationen einlassen, die über den stummen Protest einer Flagge hinausgehen, ist kaum anzunehmen. Jochen Feilcke, der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, sprach von einer „Schande für das weltoffene Berlin“. Der Vorfall erfordere eine klare Antwort der Berliner Politik. Er hält den Vorfall für strafrechtlich relevant, hofft auf Strafverfolgung und wüscht sich „einen Aufstand der Anständigen und eine Ächtung des Lokals“.

Der neue Alltagsantisemitismus in der Maske der “Israelkritik”

Natürlich wird nichts davon geschehen. Das Café wird nicht nur nicht geächtet werden, sondern eher noch Zulauf erhalten. Auch die Behörden werden hier keine großen Ermittlungsanstrengungen unternehmen – schließlich hat niemand einen deutschen Politiker „beleidigt“ oder das öffentliche Wirken des Bundeskanzlers gar durch die Bezeichnung „Lügenfritz“ empfindlich beeinträchtigt. In solchen gravierenden Fällen scheuen deutsche Staatsanwaltschaften weder Kosten noch Mühen, um der gemeingefährlichen Übeltäter habhaft zu werden und sie möglichst drakonisch aburteilen zu lassen. Im alltäglichen und immer extremer werdenden Judenhass sieht man jedoch keinen Handlungsbedarf.

Es ist in der Tat eine weitere Schande für dieses im Irrsinn versinkende Land, was sich in Berlin -aber natürlich nicht nur dort- ereignet. Der Antisemitismus ist nicht nur wieder salonfähig geworden, sondern geradezu zu einem identitätsstiftenden Merkmal der sich als moralisch überlegen dünkenden Kreise geworden. Das ist der einer der größten Skandale in Deutschland, über den man sich aber durch den ebenso absurden wie allgegenwärtigen „Kampf gegen Rechts“ hinwegtäuscht.

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