Auch diese russische Militärblaskapelle marschiert vermutlich vom Roten Platz direkt bis nach Berlin durch (Symbolbild:Imago)
[html5_ad]

Angeblicher “russischer Truppenaufmarsch” an der NATO-Grenze: Die Kriegspropaganda wird immer abstruser

Der dänische Sender „DR“ dreht wieder einmal an der Propagandaschraube und verbreitet Satellitenbilder, die angeblich eine massive russische Aufrüstung entlang der NATO-Grenze zeigen. Deutsche Medien springen natürlich sofort darauf an und spulen ebenfalls wieder die übliche Leier ab, garniert mit dem üblichen Geraune von „Experten“. Vom nördlichen Norwegen bis zum südlichen Litauen, so heißt es unheilvoll, würde Russland neue Stützpunkte errichten und bereits bestehende ausbauen, heißt es. Geheimdienstchefs, hohe NATO-Offiziere und Militärs aus mehreren nordischen Staaten wie Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark schlossen sich der Einschätzung an, die Russen planten einen Großangriff auf die NATO. „Es wird ein Krieg sein, der in allen Dimensionen stattfindet. Er wird an Land, in der Luft, auf See, im Weltraum und im Cyberspace stattfinden” prophezeite der dänische Generalmajor Brian Nissen. Die nächsten ein bis drei Jahre seien die „absolut gefährlichsten“ sein, wenn es um das Risiko einer militärischen Konfrontation zwischen Russland und der NATO auf europäischem Boden gehe, orakelten weitere Quellen des Senders. Der ehemalige finnische Geheimdienstoffizier Marko Eklund vermeldete, nach dem Ende der Kämpfe in der Ukraine plane Russland, insgesamt rund 115.000 Soldaten in Grenznähe zu stationieren.

Thomas Nilsson, der Chef des schwedischen Militärgeheimdienstes, ergänzte, es handele sich „sehr wohl um eine Bedrohung, die wir ernst nehmen sollten“. Ein NATO-Offizier klagte: „Uns fehlen konventionelle Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Uns fehlen Technologie und Infrastruktur im Weltraum, zu denen jeder in Europa Zugang haben sollte. Und uns fehlen unbemannte Systeme zu Lande, zu Wasser und in der Luft”. Wladimir Barbin, der russische Botschafter in Dänemark, wies die Behauptung eines russischen Angriffs auf NATO-Staaten als „Lüge“ zurück. Man ist geneigt, dem zuzustimmen, denn diese Panikmache wirkt einmal mehr völlig absurd. Dieselben Medien und Experten, die ständig verkünden, Russland stehe unmittelbar vor dem militärischen und wirtschaftlichen Kollpas, sei ausgeblutet, habe kaum noch Soldaten das Blatt habe sich gewendet, die Ukraine sei auf der Siegerstraße und Putin bange um seine Machtposition, verkünden zugleich, ein Land, das mit der völlig am Tropf ausländischer Geldgeber hängenden Ukraine nicht fertig wird, plane einen Großangriff auf das mächtigste Militärbündnis der Welt. Dass es damit den NATO-Bündnisfall, einen Atomkrieg und seine eigene Selbstzerstörung auslösen würde, schreckt die Russen nach Meinung solcher Experten offensichtlich nicht ab. Es ist nicht nur absolut unrealistisch, sondern lächerlich, was hier wieder zusammengelogen wird, um Europa auf Kriegskurs zu halten.

Reine Ammenmärchen – aus Gründen

Die Wahrscheinlichkeit, dass irre europäische Politiker einen Angriff auf Russland auslösen, scheint wesentlich plausibler, als dass das angeschlagene Russland Europa angreift. Welche Ziele es damit verfolgen sollte und was es davon hätte, sich mit dem weltpolitisch irrelevanten und dem Untergang geweihten Europa zu belasten, wird mit keinem Wort thematisiert. Wenn dieser Unsinn wahr wäre und Russland über derart unerschöpfliche Kapazitäten verfügen würde, drängen sich die Fragen auf, warum es dann nicht längst bis Kiew und darüber hinaus vorgestoßen ist; warum es solche Probleme mit einem völlig korrupten Land hat, das einen Großteil der ihm geschenkten Waffen auf dem Schwarzmarkt verschachert und einen erheblichen Teil seiner wehrfähigen Männer vom deutschen Sozialsystem durchfüttern lässt und warum dann nicht erst recht alle nur denkbaren diplomatischen Vorstöße unternommen werden, um den angeblich bevorstehenden Großangriff zu verhindern und die Waffenlieferungen an die Ukraine zu beenden, die gegen eine solch ehrfurchtgebietende Übermacht, vor der sogar die NATO zittern muss, ja hoffnungslos auf verlorenem Posten steht?

Das ständig solche albernen Ammenmärchen lanciert werden, deren Absurdität jedem, der noch halbwegs bei Verstand ist, unmittelbar einleuchten, zeigt, dass der politisch-mediale Komplex, der dahintersteckt, die Menschen für grenzenlos dämlich hält. Die eigentliche Invasion Europas erfolgt nicht aus Russland, sondern über das Mittelmeer und ist seit über zehn Jahren in vollem Gange. Hier müsste Europa mit allen Kräften reagieren, um die wahre Bedrohung seines Fortbestands als Zivilisation zu bekämpfen. Doch stattdessen wird den Menschen eingeredet, sie müssten sich vor einer Phantombedrohung aus Russland schützen. Es ist die reine Idiotie, die hier verbreitet wird und von der man offenbar glaubt, wenn man sie nur oft genug wiederholt, werde sie schon geglaubt. (TPL)

421f2dc9059341d3bbe2adb650b6b857
image_printGerne ausdrucken

Themen