Die nächste Französische Revolution ist gestartet: Bei einem neuen Trend – Volksfesten unter dem Motto „Canon français“ (etwa: “französischer Zusammenhalt”) – feiern tausende Franzosen mit Wein, Chansons, Volksmusik und Spanferkel ein trotziges Comeback ihrer traditionellen und unbeschwerten Lebensart. 1789 brachte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Doch viele Franzosen erleben heute, dass diese großen Worte im Alltag immer hohler klingen. Sie fühlen sich von einer immer aggressiver werdenden migrantischen Bevölkerung und der Islamisierung in ihrem Leben bedrängt und sind zunehmend verunsichert. Gleichzeitig sollen sie ihre eigene Lebensart leiser stellen, ihre Feste diskreter und kleiner machen und ihre heimatlichen Gefühle am besten im Schrank lassen. Man kennt diesen Anpassungsdruck nicht etwa von den Neubürgern, sondern von den Einheimischen in Deutschland.
Genau dem setzt die rasant wachsende patriotische Kulturbewegung des „Canon français“ ein unüberseh- und hörbares Zeichen entgegen: Sie ist ein bewusstes Sich-wieder-Unterhaken und ein Sich-auf-die-Hinterbeine-Stellen. Vor allem die Jugend schließt sich dieser Bewegung an. Sie erkennt: Wer sich immer nur politisch korrekt nach unten bückt, verliert den Blick in die Weite. Mit heimischem Wein, klassischen Chansons, lokaler Volksmusik und Spanferkel feiert sich eine neue Generation das historische und unbeschwerte Frankreich zurück.
Landauf, landab: Die patriotische Kulturbewegung erblüht
Der „Canon français“ hat sich längst von einer regionalen Initiative zu einer landesweiten Erfolgsgeschichte entwickelt. Gegründet wurde er im Krisenjahr 2021, um heimischen Landwirten und Winzern während der Corona-Pandemie eine Existenz zu sichern. Nun ist er ein frankreichweiter Trend – mit weiterhin rapiden Wachstumszahlen. Die Franzosen holen sich ihre Feste, ihre Lieder, ihren Wein und ihr Schweinefleisch in die Mitte der Städte zurück.
Man kann es sich ein bisschen wie das Oktoberfest auf Französisch vorstellen: Fröhliche Volksfeste, gesellig, laut, herzlich und Lebensfreude pur. In Deutschland wären die Entsprechung Volksmusik, Bier, Haxe und Liedgut aus der eigenen Region. In Frankreich sind es Wein, Käse, Chansons, lokale Volksmusik und Spanferkel. Gerade die Musik aus der jeweiligen Gegend ist dabei wichtig: Sie macht aus dem gemeinsamen erst Essen und Trinken ein Gefühl von Heimat. Sie weckt Erinnerungen, die seit Jahrzehnten unter dem Dach der Willkommenskultur verdrängt wurden. Diese Lieder sagen den Menschen, dass sie zusammengehören. Kultur lebt genau dort: Wo Menschen zusammenkommen, essen, singen, lachen und spüren, dass sie Teil einer gemeinsamen Geschichte sind.
Volksfeste mit Wein, Käse und Spanferkel
Die Videos dieser Feste zeigen junge Leute, volle Hallen, singende Menschen, Tische mit regionalen Speisen und eine Stimmung, die von Lebensfreude getragen wird. Wenn das Muslime und Immigranten mit ihren in Frankreich fremden Herkunftskulturen innerhalb ihrer eigenen Parallelgesellschaften tun, sind die linken Eliten aus Politik und Medien ganz verzückt. Wenn es Einheimische im eigenen Land tun, gelten sie als “nationalistisch“ und “rechts”. Man kennt auch das aus Deutschland.
Doch in Frankreich lassen sie sich nicht mehr davon einschüchtern. Sie stehen zu ihren Traditionen und ihrem Kulturerbe. Die Welle zieht weiter. Für die kommenden Monate sind die nächsten Großereignisse in Regionen wie La Teste-de-Buch oder Bergerac fest eingeplant. Als Höhepunkt gilt das Festival des Canonniers 2026, mit großen Festzelten, Konzerten und Verkaufsständen für regionale Erzeugnisse. Visuell geprägt wird das Bild durch eine junge Generation, die wieder mit Stolz Baskenmütze und klassische Hosenträger trägt.
Junge Franzosen entdecken das alte Frankreich
Diese Zeichen galten lange als Folklore. Heute werden sie zum sichtbaren Ausdruck eines zivilen und kulturellen Selbstbewusstseins. Die Jugend entdeckt, dass Heimat mehr ist als ein Wort aus alten Schulbüchern. Heimat schmeckt, klingt, riecht und sitzt manchmal mit einem Glas Wein am Holztisch. Sie zeigt sich im Lied, im Fest, im Essen, in der Sprache und in der Art, wie Menschen miteinander umgehen.
Gerade dieser jugendliche Zulauf macht den „Canon français“ so bemerkenswert. Hier stehen junge Franzosen, die ihr Land wieder mit Freude anschauen. Sie wollen ihre Heimat mit offenem Blick sehen. Sie wollen sich unterhaken, auf die Hinterbeine stellen und zeigen, dass das alte Frankreich lebt. An die, die ihre Lebensart bedrohen, haben sie eine klare Botschaft: „Wir sind in Frankreich: Hier essen wir Schweinefleisch in allen Variationen, immer und überall. Sie können gerne mitfeiern. Aber wenn Ihnen das nicht passt, können Sie jederzeit woanders hinziehen.“
Die stärkste Antwort auf eine Zeit, in der alles zerredet wird
Das sitzt. So reden Franzosen, wenn sie genug davon haben, sich im eigenen Land für das eigene Essen zu entschuldigen. Schweinefleisch wird hier zum Symbol. Früher war es einfach Essen. Heute, im Europas Völkern ungefragt aufgezwungenen Kulturkampf, steht es für die Frage, ob ein altes europäisches Volk seine Gewohnheiten weiter offen leben darf oder ob es sie aus Rücksicht auf immer neue Empfindlichkeiten in die Speisekammer räumt.
Der „Canon français“ beweist eindrucksvoll, dass die französische Mehrheitsgesellschaft ihre historischen Wurzeln, ihre Bräuche und ihre traditionelle Lebensfreude wieder sichtbar machen will. Frankreich holt sich seine Lieder, seine Feste und seine vollen Tische zurück. Das klingt schlicht. Aber vielleicht ist genau das die stärkste Antwort auf eine Zeit, in der alles zerredet, erklärt und entschuldigt werden soll. Ein Volk besteht eben nicht nur aus Steuerzahlern, Arbeitskräften und Wählern. Es hat Lieder, Speisen, Feste, Erinnerungen und Eigenarten. Wer ihm das nimmt, nimmt ihm die Seele. Wer es ihm zurückgibt, deckt den Tisch.
Vive la France!






















