Viele Menschen in unserem Land trauen sich kaum noch in Bus oder Bahn. Die Zahlen sind leider eindeutig: Allein 2025 gab es 27.818 Gewaltdelikte auf Bahnhöfen und in Zügen. Viele Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen fühlen sich einfach nicht mehr sicher. Die Angst ist zum Greifen nah: Laut BKA fühlen sich 66,7 Prozent der Frauen nachts im ÖPNV unsicher. Fast jede zweite Frau (48 Prozent) hat echte Furcht auf dem Heimweg.
Deshalb meidet etwa die Hälfte aller Frauen den öffentlichen Verkehr in den Abend- und Nachtstunden. Viele ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung gehen gar nicht mehr aus dem Haus, sagen Arzttermine ab oder sehen ihre Enkelkinder und Freunde viel seltener. Das ist Einsamkeit. Das ist verlorene Lebensqualität. Und das passt nicht zu einer Gesellschaft, die füreinander sorgen will.
Das ist die Lösung
Da die Politik an den Ursachen des Problems nichts verändern will, im Gegenteil, folgt nun die Lösung: Wir brauchen einen kostenlosen Begleitservice! Jeder Mensch mit Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis hat schon heute das Recht, eine Begleitperson kostenlos mitzunehmen. Aber auch alle ohne „B“ im Ausweis, fühlen sich heute mehr als unsicher. Deshalb muss das Anrecht auf eine Begleitperson ausgeweitet, die einen Antrag stellen. Eine vertrauensvolle Person an der Seite kann die Angst nehmen, Schutz geben und wieder ein Stück Freiheit schenken.
Gleichzeitig können Zehntausende Arbeitsuchende hier eine wirklich sinnvolle ehrenamtliche Aufgabe finden. Sie kämen wieder öfters aus ihrer Isolation. Und mit einer kurzen Schulung in bestimmten Fremdsprachen und Erster Hilfe könnten sie anderen Menschen helfen, sich wieder sicher zu fühlen. Sie würden nicht nur etwas Gutes tun, sondern auch das schöne Gefühl bekommen, gebraucht zu werden.
Die Kosten sollten vom Sozialamt getragen werden
Die Politik sollte das nicht als Extrawurst begreifen, sondern als echte Wiedergutmachung: Denn wenn der Staat A sagt und – ohne seine Bürger je gefragt zu haben – das Stadt- und Landbild und die Bevölkerungszusammensetzung so massiv verändert, muss er auch B sagen. B wie Begleitpersonen! Wer verhindert, dass Menschen vereinsamen und zu Hause bleiben, spart langfristig viel Leid – und schützt die Würde und Teilhabe der Schwächsten in unserer Gesellschaft.
Es geht hier um ganz konkrete Fürsorge. Damit Oma wieder zum Kaffeekränzchen kann, die alleinerziehende Mutter abends ohne Angst nach Hause kommt und jeder Mensch mit Behinderung selbstbestimmt unterwegs sein darf.






















