Die Fußball-WM ist erst vier Tage alt, hat aber schon wieder ihre von den üblichen Verdächtigen inszenierten Pseudo-Skandale – und beide hängen mit dem Spiel Deutschland gegen Curaçao vom Sonntagabend zusammen. Das internationale Antirassismus-Netzwerk “Fare”, mit dem der Fußball-Weltverband FIFA zusammenarbeitet, fordert nun die Absetzung des australischen Video-Schiedsrichters Shaun Evans, weil er in den wenigen Sekunden, die er vor Anpfiff des Spiels zu sehen war, mit Daumen und Zeigefinger ein „OK“-Zeichen formte und die Hand vor sein rechtes Bein hielt. „Unsere Experten kommen zu dem Schluss, dass die verwendete Geste eindeutig einem umgedrehten ‚OK‘-Handzeichen ähnelt, das in rechtsextremen Kreisen weltweit als „White Power“-Symbol verwendet wird“, teilte Fare am Montag mit und fordert: „Dieser Offizielle sollte bei dieser Weltmeisterschaft eindeutig keine weitere Rolle mehr spielen“. In Wahrheit gibt es nicht das geringste Indiz dafür, dass Evans hier eine „neonazistische“ Geste gezeigt hat, wie Fare weiter behauptet. Das umgedrehte „OK“-Zeichen gehört zum in den USA und Australien äußerst beliebten Kinderspiel „Circle Game“, bei dem eine Person das Symbol unterhalb der Hüfte zeigt. Wer hinsieht, hat verloren und bekommt scherzhaft einen Schlag auf den Arm oder die Schulter. Auch sonst ist die Geste im angelsächsischen Raum weit verbreitet und signalisiert einfach, dass alles in Ordnung ist. Dies lässt Fare jedoch nicht gelten und fragt, warum ein WM-Schiedsrichter ein solches Symbol ausgerechnet in dem Moment verwende, in dem er wisse, dass die Kameras auf ihn gerichtet seien.
Dass man ohne jeden Grund und Beleg den Ausschluss eines völlig unbescholtenen Schiedsrichters von diesem Turnier fordert, zeigt erneut, was solche NGOS sich anmaßen. Vor der gesamten Weltöffentlichkeit wird ein Mensch als mindestens potentieller Rassist und Neonazi gebrandmarkt und erhält dadurch einen Makel, der mit seinem Namen verbunden bleiben wird – und das alles, noch bevor es auch nur eine Prüfung der Vorwürfe gegeben hätte. Aber auch die deutsche Mannschaft hat ihren ersten „Skandal“: Nach dem 7:1 Sieg beteten die beiden Spieler Felix Nmecha und Jonathan Tah mit einigen ihrer unterlegenen Gegnern. „Wir sind im Spiel Gegner. Nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Da haben wir einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir immer noch sehr dankbar sind“, erklärte Nmecha zu der Aktion. „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird. Deswegen sind wir zusammengekommen und haben zusammen gebetet“, sagte er weiter. Darauf hagelte es hämisch-aggressive Online-Kommentare.
Bibel pfui, Scharia hui
Nmecha steht auf der progressiv-woken Feindesliste ganz weit oben, seit er vor drei Jahren den „Pride Month“ als anmaßend und teuflisch kritisiert hatte. Sein Verein Borussia Dortmund lud ihn damals zum Rapport. „Bild“ bezeichnete das kurze Gebet nach Spielende als „kuriose Szene“ und widmete dem Umstand, dass Nmecha mit einer Bibel in der Hand aus dem Mannschaftsbus stieg, gar einen eigenen Bericht. Jedes Mal wird erwähnt, dass Nmechas Äußerungen „von Kritikern als homophob oder queerfeindlich eingeordnet wurden“. Auch dass er nach der Ermordung des konservativen US-Aktivisten Charlie Kirk seine Anteilnahme bekundete, trug ihm heftige Kritik ein. In keinem mainstream-medialen Beitrag fehlen diese vermeintlichen Fehltritte. Der ultralinke „Deutschlandfunk“ warnte noch am Sonntag vor Nmecha. Wenn dagegen der muslimische Nationalspieler Antonio Rüdiger dafür kritisiert wird, dass er öffentlich den berüchtigten Tauhid-Finger präsentiert, ein überall als Islamisten-Geste bekanntes Erkennungszeichen, springen der DFB und die Medien ihm nach Kräften bei. Selbst nachdem er bei seinem Verein Real Madrid gegenüber gegnerischen Fans eine Kopf-ab-Geste zeigte, hatte dies keine Konsequenzen für ihn.
Als Schwarzer genießt Rüdiger ohne Narrenfreiheit und eine politmediale Vollkasko-Versicherung. Wenn aber Nmecha und Tah aus christlichem Geist heraus ein Zeichen des Friedens und der Freundschaft setzen, werden sie kritisiert. Auch dies unterstreicht den fanatischen Hass der tonangebenden Kreise auf alles Eigene. Überall wittert man Rassisten und Nazis, die wahren Gefahren werden dagegen ignoriert oder sogar glorifiziert. Das kurze Gebet Nmechas und Tahs mit ihren Gegnern gibt weltweit jedenfalls ein wesentlich sympathischeres Bild ab, als die Regenbogen- oder „Love“-Binden und die sonstigen idiotischen Einlassungen und Zeichen, die die deutsche Mannschaft bei den letzten Turnieren setzen zu müssen glaubte, nur um sich dann auch sportlich bis auf die Knochen zu blamieren. (TPL)






















