Der Umfragehöhenflug der AfD hält nicht nur seit Monaten an, ihr Vorsprung zur Union vergrößert sich auch. In der neuesten Sonntagsfrage von YouGov legt sie um einen Punkt zu und kommt auf 29 Prozent. CDU und CSU verlieren dagegen zwei Punkte und liegen nur noch bei 20 Prozent. Dies ist der höchste bisher gemessene Abstand, und er ist ein einziges Desaster für die Brandmauer Union, die bei der Bundestagswahl noch auf 28,6 Prozent der Stimmen kam. Die Partei, die das gesamte Establishment mit allen Mitteln bekämpft, ist inzwischen auf dem Weg, die letzte Volkspartei zu werden, während die Union regelrecht zerbröselt und damit die Quittung für die katastrophalen Fehler erhält, die sie seit Jahren macht.
Die Grünen kommen in der Umfrage auf 14 Prozent, die SPD dümpelt bei jämmerlichen 12 Prozent und liegt damit gleichauf mit der Linkspartei. Die Wahl von Wolfgang Kubick verschafft der FDP etwas Rückenwind, sodass sie wieder bei fünf Prozent liegt, das BSW kommt auf vier Prozent. In dieser Konstellation wäre eine fragile Horror-Koalition aus Union, SPD und Grünen, die gerade noch auf 46 Prozent käme, noch die realistischste Regierungsoption. Wenn die Union unter die psychologisch wichtige Marke von 20 Prozent fällt, die SPD in die Einstelligkeit abdriftet und die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum sich derzeit abzeichnenden Triumphzug für die AfD wird, dürfte die Bundesregierung endgültig explodieren.
Zeitnahe Implosion
Die Union steht dann vor der existenziellen Frage, ob sie den Kampf gegen den Linksblock, der zwar die Medien und die Bildungseinrichtungen noch dominiert, die Mehrheit im Volk aber längst verloren hat, endlich entschlossen bekämpft oder ob sie ihren Untergang auf Raten lieber fortsetzt und weiterhin hofft, sich auf Bundes- und Landesebene doch noch die ein oder andere Regierung zu mogeln und ein paar Pöstchen für ihre Apparatschiks abzustauben. Derzeit deutet alles auf die zweite Option hin, denn in der gesamten Partei ist niemand zu sehen, der auch nur ansatzweise das Format hätte, auf die AfD zuzugehen und endlich Schritte zu der Mitte-Rechts-Politik einzuleiten, die die große Mehrheit der Wähler sich verzweifelt herbeisehnt.
Dazu bräuchte es jedoch den Mut, die wilden Attacken der Linken auszuhalten, die natürlich sämtliche Medien, den NGO-Moloch und die Straße mobilisieren würden, sobald die Union ernsthafte Anstalten machen würde, sich aus ihrer babylonischen Gefangenschaft zu lösen. Wenn die CDU eine Zukunft haben will, muss sie diesen Kampf, den sie seit Jahrzehnten aus Feigheit und Opportunismus verweigert, endlich annehmen. Ansonsten wird sie nach unten durchgereicht, und das Land mit ihr. (TPL)






















