Italien geht den richtigen Weg – wieder einmal (Symbolbild:Netzfund)
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Italien geht voran: Eltern erhalten Vetorecht bei Sexualaufklärung in Schulen

Ein deutliches Signal für das Elternrecht wurde in Italien gesetzt, wo nun unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ein wegweisendes Gesetz zur Sexualerziehung verabschiedet. Künftig entscheiden die Eltern, was ihre Kinder in der Schule über Sexualität lernen – und vor allem, was nicht.Bereits Anfang Juni trat die Neuregelung in Kraft. In Kindergärten und  wurdeGrundschulen hat Sexualpädagogik künftig keinen Platz mehr. Die Verantwortung für die sexuelle Aufklärung liegt dort wieder ausschließlich bei den Familien. An weiterführenden Schulen müssen Schulleitungen die Eltern mindestens eine Woche im Voraus über Inhalte, Methoden und externe Anbieter informieren. Solange die Schüler minderjährig sind, ist eine schriftliche Einwilligung der Eltern zwingend erforderlich.

Bildungsminister Giuseppe Valditara (Lega) begrüßte die Reform ausdrücklich: „Wir geben den Eltern wieder eine Stimme in Fragen der Geschlechtsidentität ihrer minderjährigen Kinder. Damit setzen wir die italienische Verfassung um, die den Eltern das Recht auf Erziehung ihrer Kinder garantiert.“ Der klassische Biologieunterricht sowie Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten bleiben selbstverständlich erhalten. Die bisherige Praxis in Italien war weitgehend ungeregelt. Jede Schule entschied selbst, welche Projekte sie durchführte und welche Organisationen sie einlud. Das führte teilweise zu umstrittenen Veranstaltungen, die über reine Aufklärung hinausgingen. Mit dem neuen „Gesetz der informierten Einwilligung“ ist damit Schluss.

Aufmerksame internationale Beobachtung

Kein Aktivist und keine externe Organisation kann sich künftig über die Köpfe der Eltern hinweg Zutritt zu den Klassenzimmern verschaffen. Eltern können Projekte, die ihrer weltanschaulichen oder religiösen Überzeugung widersprechen, frühzeitig erkennen und ablehnen.Besonders umstrittene Themen wie Geschlechterfluidität, Abtreibung, Leihmutterschaft oder ideologische Sexualitätskonzepte können so verhindert werden. „Mit diesem Gesetz können Eltern unangemessene Projekte im Voraus identifizieren und ablehnen“, erklärte Jacopo Coghe, Sprecher der Familienschutzorganisation Pro Vita & Famiglia. Die Organisation hatte maßgeblich zum Erfolg beigetragen – unter anderem mit einer Petition, die über 63.000 Unterschriften sammelte.Die Reform wird international aufmerksam beobachtet.

Während in vielen westlichen Ländern der Einfluss von Eltern bei sensiblen Themen zurückgedrängt wurde, setzt Italien ein klares Gegenzeichen: Das Wohl und die Erziehung der Kinder stehen nicht in erster Linie beim Staat oder bei Lobbygruppen, sondern bei den Erziehungsberechtigten. (JS)

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