Da war das Klima zwischen beiden noch in ungetrübt: Polens Präsident Nawrocki mit dem Warlord aus Kiew Mitte Mai (Foto:Imago)
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Polen entzieht Selensky höchste Staatsauszeichnung – während Deutschland weiter brav Männchen macht

In anderen Ländern, wo es noch so etwas wie nationale Würde und historische Selbstachtung gibt, wird nicht lange gefackelt: Polens Präsident Nawrocki entzieht Selenskyj den Orden des Weißen Adlers. Dem ukrainischen Staatschef wurde diese die höchste polnische Staatsauszeichnung (“Order Orła Białego”) wieder aberkannt. Die Entscheidung gab Nawrocki vorgestern in einer Videobotschaft bekannt. In Kiew sorgte sie für “erhebliche Verstimmung”, wie “Bild“ weiß. Der Orden war Selenskyj 2023 von Nawrockis Vorgänger Andrzej Duda verliehen worden – als Anerkennung für dessen Beitrag zur Vertiefung der polnisch-ukrainischen Beziehungen, zur europäischen Sicherheit und zum Einsatz für Menschenrechte. Diese absurde Ehrung war im Kontext der angeblichen “Verteidigung europäischer Werte“ durch die Ukraine zu sehen – obwohl diese Behauptung als Lächerlichkeit und Zynismus kaum zu überbieten ist, da Selenskyjs Regime inzwischen für das genaue Gegenteil von allem steht, was den freien rechtsstaatlichen Westen zumindest bis vor kurzem ausgezeichnet hat.

Allerdings geht die Aberkennung nicht einher mit einer Unterbrechung der “militärischen und humanitären Unterstützung für die Ukraine” im Krieg gegen Russland, wie Warschau betonte; Selenskyjs bis ins Mark korrupter Staatsapparat muss sich also keine Sorgen machen, dass der westliche Geldfluss versiegt. Der Grund für den Entzug der Ehrung ist vielmehr ein Dekret Selenskyjs vom 26. Mai 2026, in der er einer rechtsextremen ultranationalistischen Einheit der ukrainischen Spezialkräfte – dem Separate Special Operations Center „North“ – den Ehrennamen „Helden der UPA“ verlieh; ein historischer Affront gegen Polen, denn die Abkürzung steht für “Ukrainische Aufständische Armee” – und die kämpfte im Zweiten Weltkrieg und danach gegen deutsche und sowjetische Besatzer für die ukrainische Unabhängigkeit. Für Polen jedoch steht die UPA vor allem für die Massaker in Wolhynien und Ostgalizien 1943–1945, bei denen zehntausende polnische Zivilisten getötet wurden. Diese Verbrechen gelten in Polen als Genozid und sind bis heute ein tief sitzender historischer Schmerz. Nawrocki betonte in seiner Ansprache, der Orden sei kein gewöhnliches Ehrenzeichen, sondern ein Symbol höchsten Vertrauens und besonderer Verbundenheit mit dem polnischen Volk, doch die Benennung der Einheit nach der UPA sei damit unvereinbar.

Respektlos und frech

Der Fall zeigt erneut, was für ein empathieloser, kaltschnäuziger und charakterloser “Partner“ Selenskyj ist. Dass Deutschland einem solchen Typen weiterhin die Treue hält und vor ihm katzbuckelt, ja ihm immer mehr Geld und Waffen auf einseitiges Verlangen hintenreinbläst, obwohl ihm längst jede demokratische Legitimation fehlt, spricht Bände. Natürlich geht dem Kiewer Mafiastaat mit seinem Operettenpräsidenten auch jede Fähigkeit zur Selbstkritik ab. Selenskyj ließ seinen Außenminister Andrij Sybiha empört reagieren: Der Schritt Polens sei ein „strategischer Fehler“, drohte er, und außerdem „respektlos“. Präsident Selenskyj schickte den Orden trotzig am 20. Juni per Post zurück nach Warschau und schrieb in seiner Stellungnahme beleidigt, die Auszeichnung sei 2023 “dem ukrainischen Volk und seiner Armee zugedacht” gewesen. Auch andere hochrangige Ukrainer – darunter der Leiter des Präsidialamts Kyrylo Budanow und der Botschafter in Polen – gaben daraufhin ihre polnischen Orden zurück.

Tatsächlich ist es Selenskyj, der sich völlig respektlos gegenüber dem Nachbarland Polen verhält, das zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine seit Beginn der russischen Großoffensive 2022 zählt – erst durch die instinktlose UPA-Verherrlichung, dann durch seine Reaktion auf Polens begründeten Zorn. Dass polnische Politiker seit Jahren eine Aufarbeitung der wolhynischen Verbrechen und eine kritischere Haltung gegenüber der Verherrlichung von UPA-Anführern wie Stepan Bandera in der Ukraine fordern, wird von Kiew frech ignoriert – so wie man ja auch kein Problem hat, mit den geistigen Erben von Nazi-Deutschland zu kooperieren und ultranazistische rechtsextreme Kampfverbände auszuzeichnen, mit denen sich Selenskyj regelmäßig gern ablichten lässt. Das alles schert seine deutsche Fanbase in Bundesregierung keinen Deut, die gleichzeitig jeden kritischen Bürger im eigenen Land zum “Nazi“ stempeln.

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