Ferrari hat sich nun ebenfalls in die Riege der Unternehmen eingereiht, die sich der Klimaideologie anpassen wollten, dafür ihren Markenkern aufgaben und ein kolossales Debakel erlebten. Einen Monat, nachdem man voller Stolz das Modell „Luce“ präsentiert hatte, den ersten vollelektrischen Ferrari zum Preis von 550.000 Euro, hat man sich nun von Marketing-Chef Enrico Galliera getrennt. Zum 1. Juli übernimmt der BMW-Manager Massimiliano Di Silvestre dessen Posten.
Der „Luce“ hatte sich nämlich vom ersten Moment an als Totalflop erwiesen. An der Mailänder Börse brach der Aktienkurs sofort um sechs Prozent ein. Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo erklärte: „Wenn ich sagen würde, was ich wirklich denke, würde ich Ferrari einen Bärendienst erweisen. Wir riskieren, eine Legende zu zerstören, und das tut mir wirklich leid. Ich hoffe sie entfernen zumindest das springende Pferd von diesem Auto“. Er legte sogar noch die hämische Bemerkung nach: „Immerhin ist es ein Auto, das die Chinesen nicht kopieren werden“.
Größte Demütigung der Unternehmensgeschichte
Vernichtender hätten die Reaktion auf den vermeintlichen “Innovationssprung” nicht ausfallen können. Der aktuelle Konzernboss John Elkann bezeichnete den Luce zwar als „Auto der Zukunft“ und behauptete, der Wagen sei „unverwechselbar Ferrari“, damit konnte der desaströse Eindruck aber nicht mehr wettgemacht werden. Offiziell wurde Gallieras Ausscheiden mit dem üblichen PR-Geschwätz begleitet, er habe „beschlossen, ein neues Kapitel in seiner beruflichen Laufbahn aufzuschlagen“, die Trennung habe bereits seit Jahresbeginn festgestanden und man habe vereinbart, bis zur Präsentation des „Luce“ zu warten. Dies wird man jedoch bezweifeln dürfen.
Der E-Ferrari wurde zur wohl größten Demütigung der Unternehmensgeschichte, und eine Weiterbeschäftigung Gallieras wäre vor diesem Hintergrund unmöglich gewesen. Doch egal, unter welchen Umständen die Trennung nun erfolgte, Ferrari hat sich mit seinem Versuch, auf den Klimazug aufzuspringen, ein gigantisches Eigentor geschossen – und das, obwohl andere Autokonzerne damit bereits eine Bruchlandung erlitten. Ob man nun zumindest aus dem Schaden klug wird, wenn schon nicht aus dem anderer, bleibt abzuwarten. (TPL)






















