Phantomsorgen um die ferne Heimat: Tom Kaulitz (Foto:Imago)
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In seiner Luxusvilla in den Hollywood Hills grämt sich Tom Kaulitz gar schrecklich – über eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt

Selbst wenn sie seit Jahren im Ausland leben, können deutsche Haltungskünstler es einfach nicht lassen, auch aus weiter Ferne noch ihre völlig unmaßgeblichen und noch dazu uninformierten Einlassungen zur deutschen Politik abzugeben. Im Rahmen der Fußball-WM tat nun Tom Kaulitz, der mit seiner Gattin Heidi Klum in einer Luxusvilla in Los Angeles residiert, bei Magenta-TV auf Nachfrage von Moderator Johannes B. Kerner kund, dass er die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt, wo die AfD in Umfragen bei über 40 Prozent liegt, natürlich kritisch und nicht schön zu sehen“ findet. „Wir haben viel Erfahrung mit rechts gemacht, auch mit extrem rechts. Und hatten als Kinder unsere Erfahrungen“, sagte er weiter. Als Jugendlicher habe er sich klar positioniert und sei in Magdeburg mit Punkern für links auf Demonstrationen gegangen.

Dass die AfD in Sachsen-Anhalt nun so stark sei, mache ihn traurig. Es sei „total schade und besorgniserregend“. Damit nicht genug, macht Kaulitz sich auch noch Gedanken über US-Präsident Donald Trump, den er und sein Bruder Bill natürlich ebenfalls „kritisch“ sehen. Die weltpolitische Lage lasse ihn nicht kalt. „Ich liege abends im Bett und mache mir über solche Dinge Gedanken“, verkündete er.

Zusammenfaselter Haltungsmüll

Jemand, der seit 16 Jahren in Kalifornien lebt und zigfacher Millionär ist, liegt also schlaflos in seinem Traum-Domizil und sorgt sich um Sachsen-Anhalt. Es ist nur noch lächerlich, wie solche Gestalten, die völlig von der Lebensrealität normaler Menschen entkoppelt sind, sich immer wieder zu deren politischen Lehrmeistern aufwerfen. Ähnlich wie Herbert Grönemeyer, der jahrelang in London lebte und sich bereits von dort aus als linkes politisches Gewissen der Deutschen sah, bis er sich in den letzten Jahren endgültig als Lichtgestalt inszeniert, die ihrem Publikum bei jedem einzelnen Konzert einhämmert, was es zu wählen und zu denken hat, faselt auch der intellektuell offenkundig unterbelichtete Kaulitz von den USA aus seinen unbedarften Müll zusammen.

Tatsächlich weiß er absolut nichts über die AfD oder die Zustände in Sachsen-Anhalt. Im Dezember werden er und sein noch wesentlich durchgeknallterer Bruder -wenn auch glücklicherweise nur einmal- auch noch „Wetten dass“ moderieren. Da kann es natürlich nicht schaden, wenn man die erwünschten politischen Signale sendet.
Das einzig Gute an diesem Gefasel ist, dass es zuverlässig das Gegenteil seiner Absichten erreicht und der AfD eher noch mehr Auftrieb geben wird. (TPL)

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