Die nächste Großrazzia Großraum Hamburg – dieses Mal ging es darum, das so genannte „Ukraine-Haus“ am Überseering im Stadtteil Winterhude zu durchsuchen. Anlassgebend war der Verdacht von über 370 Betrugsfällen, um sich über die heimische Bürokratie deutsches Kindergeld zu erschleichen. Rund 200 Beamte waren notwendig für den Staatsbesuch, der ab sechs Uhr morgens erfolgte. In Kooperation mit der Agentur für Arbeit wurden sämtliche Eingänge verriegelt, um in der Asylunterkunft gegen die Sozialbetrüger vorzugehen. Unter anderem wurde der rechtmäßige Bezug der Gelder, aber auch der Meldeort der Kinder überprüft. Konkreter Hintergrund sind die besagten 370 Betrugsfälle, bei denen sich kriminelle Banden aus dem Ausland die ukrainische Staatsbürgerschaft beschaffen, um so Sozialleistungen in Deutschland und in Polen zu kassieren.
Hunderte von Bewohnern sollen sich der Mittäterschaft schuldig gemacht haben. Insgesamt wurden 150 Verdachtsfälle gegen Eltern und Kinder geprüft, was falsche Identitäten und Staatsangehörigkeiten anbelangt. Mit 1.500 Menschen handelt es sich beim Ukrainier-Haus um Hamburgs größte Unterkunft für Geflüchtete. Das Haus ist in der Vergangenheit immer wieder in Verruf geraten – unter anderem wegen Lärm, Polizeieinsätzen und Hygienemängeln. Immer wieder kam es zu Beschwerden von Seiten der Anwohnerschaft, weil das Zusammenleben nicht so richtig funktionieren will.
Fragwürdiges Sozialverhalten der Neubürger
Von Konflikten wird ebenfalls berichtet. Aufgrund der Zustände wurde erst Ende Mai in Frage gestellt, ob die Containerbehausung überhaupt noch bewohnbar sei. Neben etlichen Schäden durch Vandalismus zeugten die Flure und Treppenhäuser genauso wie die Teeküchen und Sanitäranlagen von üblem Gestank, Verschmutzungen und frühzeitigen Abnutzungserscheinungen. Die Situation geriet soweit, dass ein Mangel an Toiletten und Duschen herrschte. Einzelne Bereiche mussten zeitweise gesperrt werden.
Während Carola Ensslen von der Hamburger Linkspartei die Probleme in der zu engen Belegung sieht, könnte manch einer am Sozialverhalten der Neubürger seine Zweifel haben. Bislang leben rund 44.000 Flüchtlinge an 227 Standorten in der Hansestadt. Der Großteil stammt wie immer aus Syrien, dem Irak, der Ukraine und Afghanistan. Rund 550 Millionen Euro musste die Kommune alleine im Jahr 2024 für die Unterbringung, die Versorgung und Integrationsbemühungen aufbringen. Mittlerweile wurden etwa 38.400 Flüchtlinge zum Stichtag vom 11. Juni 2025 in Hamburg eingebürgert.






















