Die verknackten “Aktivisten” (Screenshot:CNN)
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So läuft das in Texas: Acht Antifa-Terroristen wegen Anschlag auf Abschiebeknast zu 450 Jahren Haft verurteilt

Das US-Justizministerium hat am Dienstag, dem 23. Juni 2026, die Verurteilung von acht Mitgliedern einer nordtexanischen Antifa-Zelle bekannt gegeben. Die Gruppe wurde für ihren koordinierten, bewaffneten Angriff auf das Prairieland Detention Center in Alvarado, Texas, am Abend des 4. Juli 2025 zu einer Gesamthaftstrafe von 450 Jahren in Bundesgefängnissen verurteilt. Es handelt sich um die ersten Bundesurteile gegen Personen mit Antifa-Verbindungen seit Präsident Donald Trump die Gruppierung im September 2025 per Executive Order als inländische Terrororganisation eingestuft hat.

Benjamin Hanil Song, als Anführer der „North Texas Antifa Cell“ identifiziert, erhielt die längste Strafe von 100 Jahren. Der ehemalige US-Marine-Reservist war zuvor wegen versuchten Mordes an einem Beamten der Alvarado Police Department schuldig gesprochen worden. Er hatte den Polizisten während des Angriffs in den Hals geschossen. Die übrigen sieben Angeklagten wurden zu Strafen zwischen 30 und 70 Jahren verurteilt: Maricela Rueda (70 Jahre), Cameron Arnold (alias Autumn Hill), Savanna Batten, Zachary Evetts, Bradford Morris (alias Meagan Morris) und Elizabeth Soto (je 50 Jahre) sowie Daniel Rolando Sanchez-Estrada (30 Jahre). Ein neunter Angeklagter (Ines Soto) wird am 1. Juli 2026 verurteilt. Sieben weitere Personen, die sich der materiellen Unterstützung von Terroristen schuldig bekannt haben, erwarten ebenfalls ihre Strafen an diesem Tag.

“Get to the rifles!“

Laut Anklage und Beweisen aus dem zwölftägigen Prozess im Februar/März 2026 (46 Zeugen, über 210 Beweisstücke) traf die Gruppe bewaffnet ein: elf Schusswaffen, Body Armor, elf militärische Erste-Hilfe-Sets mit Tourniquets sowie Feuerwerkskörper. Die Angreifer trugen typische Black-Block-Kleidung mit Gesichtsverhüllung, zündeten Feuerwerk als Ablenkung, beschädigten geparkte Fahrzeuge und ein Wachgebäude auf dem Gelände der ICE-Einrichtung und eröffneten das Feuer auf eintreffende Polizeikräfte und Justizvollzugsbeamte. Die Koordination erfolgte über verschlüsselte Apps (u. a. Signal mit Auto-Delete), Moniker und Vorbereitungen wie das Abschalten von Handys oder Faraday-Taschen. DNA-, Fingerabdruck- und Standortbeweise sowie Bodycam-Aufnahmen belasteten die Gruppe schwer. Auf Video ist Song mit dem Ruf „get to the rifles!“ zu hören, bevor er schoss.

Der Angriff richtete sich gegen eine Einrichtung des Department of Homeland Security, in der sich Personen in Abschiebungshaft befanden. US-Staatsanwalt Ryan Raybould sprach von einem „bösartigen, bewaffneten Angriff“. Acting Attorney General Todd Blanche betonte: „Antifa-Terroristen, die Polizeikräfte und Bundesanlagen angreifen, werden mit schneller und kompromissloser Justiz rechnen müssen.“ Auch FBI-Direktor Kash Patel und ICE-Vertreter unterstrichen die Entschlossenheit, solche Gewalttaten zu ahnden. Die Verteidigung argumentierte, es habe sich nicht um Terroristen, sondern um junge Erwachsene gehandelt, die friedlich für Einwanderer protestieren wollten – ohne Absicht, jemanden zu verletzen. Song plane Berufung. Anders als in Deutschland senden diese Urteile klares Signal: Gewalt gegen Polizeikräfte und Bundesbehörden wird in den USA unter der aktuellen Regierung mit äußerster Härte verfolgt. Die Fälle gelten als wegweisend für die strafrechtliche Behandlung von Antifa-Aktivitäten nach der Terror-Einstufung. (JS)

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