Einsatzkräfte Montag letzter Woche nach dem Horror-Sechsfachmord am Tatort in Stade (Foto:ScreenshotYoutube)
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EILMELDUNG: Schießerei in Jugendhilfeeinrichtung in Stade – mindestens 5 Tote

Heute Nachmittag hat sich in der niedersächsischen Hansestadt Stade eine Schießerei ereignet. In einer Jugendhilfeeinrichtung im Bereich der Dankersstraße wurden fünf Menschen getötet. Mehrere weitere Personen erlitten Verletzungen, einige davon schwer. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, darunter den mutmaßlichen Schützen. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Zahl der Toten könne noch steigen, so die Behörden. Wie “Bild“ berichtet, ereignete sich der Vorfall gegen Mittag in einer Einrichtung, die unter anderem Mutter-Kind-Wohngruppen für werdende und junge Mütter beherbergt. Augenzeugen berichteten von Schreien aus dem Gebäude, gefolgt von zahlreichen Schüssen. Die Lage wurde von den Behörden als dynamisch beschrieben. Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdiensts rückten mit einem Großaufgebot an. Hubschrauber kreisten über der Innenstadt. Die Polizeidirektion Lüneburg forderte die Bevölkerung auf, das Gebiet zu meiden.

Nach den Schüssen versuchten der mutmaßliche Täter – ein junger Mann – und eine weitere Person mit einem Auto zu fliehen. Polizisten stoppten das Fahrzeug durch gezielte Schüsse auf die Reifen. Beide Verdächtigen konnten festgenommen werden. Die Polizei bestätigte, dass keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit besteht. Bei den Todesopfern handelt es sich ausschließlich um Erwachsene. Ersten Berichten zufolge sollen ein Mann und vier Frauen unter den Getöteten sein.

Die genaue Zahl der Verletzten wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen zur genauen Tathergang und möglichen Motiven laufen mit Hochdruck. Ob es sich um eine Beziehungstat oder andere Hintergründe handelt, ist derzeit offen. Auch zu den Tatverdächtigen wurde bislang nichts Näheres bekanntgegeben.  Ein Sprecher der Stadt Stade äußerte tiefes Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen. Er dankte den Einsatzkräften für ihren Einsatz in der unübersichtlichen Situation. Für benachbarte Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte und eine Grundschule habe keine unmittelbare Gefahr bestanden. Die Kita-Kinder waren zum Zeitpunkt der Schüsse im Gebäude, Eltern konnten ihre schulpflichtigen Kinder abholen.Die Polizei warnt ausdrücklich vor der “Verbreitung von Gerüchten und unbestätigten Informationen in sozialen Medien und Chatgruppen”. Solche Meldungen könnten “zu Verunsicherung führen und die polizeiliche Arbeit” erschweren. Die Behörden bitten die Bevölkerung um “Geduld” und um die Nutzung “seriöser Informationsquellen” – was immer das heißen soll… (TPL)

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